Neues Denkmal wird Realität

Wir vergessen unsere Opfer der beiden Weltkriege nicht. Dirmingen erhält ein neues Denkmal. Dies hat der Ortsrat einstimmig in einer Sitzung beschlossen. Der neue Standort wird allerdings auf dem Dirminger Friedhof, direkt im Bereich der Friedhofskapelle, sein.

Schändung und Diebstahl der Namenstafeln 2014

Schändung und Diebstahl der Namenstafeln 2014

Nach der Schändung des alten Denkmals auf dem Hundsberg im Jahre 2014 war lange nicht klar, wie es weiter gehen soll. Das einst prächtige Ehrenmal hoch über Dirmingen war in die Jahre gekommen und der Pflegezustand nicht mehr der Beste. Dies nahmen Menschen ohne Charakter zum Anlass, die 1965 montierten Metalltafeln mit den Namen der Opfer der beiden Weltkriege, brachial aus der Wand zu reißen und zu stehlen. Gefühle und Erinnerungen von Menschen, deren Verwandte dort auf den Tafeln verewigt waren, wurden mit Füßen getreten. Fast jede Familie in Dirmingen war davon betroffen. Eine schlimme Sache, aber dennoch schauen Menschen aus Dirmingen in die Zukunft.

Es entstand die Diskussion darum, ob man das Denkmal auf dem Hundsberg wieder herrichten könne. Schnell war klar, dass es in der ursprünglichen Form nicht erhalten werden kann. Zum einen, wäre eine Neubeschaffung der Namenstafeln mit hohen Kosten verbunden und zum anderen, wer würde die Pflege des Buchenhains und des Denkmalplatzes übernehmen ? Früher wurde dies durch ältere, engagierte Mitbürger gemacht. Heute sind diese Menschen nicht mehr verfügbar und die Gemeinde kann es auch nicht leisten. Also kam der Gedanke das Ehrenmal auf dem Dirminger Friedhof zu errichten. Die Namenstafeln mit den Opfern fanden bereits im Jahre 2015 den Eingang in die Friedhofshalle. Nun fehlte aber noch das eigentliche Denkmal, dass an die Opfer der Kriege erinnern würde.

Das neue Denkmal (Entwurf)

Das neue Denkmal (Entwurf)

Hier wurden, wie früher schon berichtet, die beiden Dirminger Bürger Frank Klein und Hans-Werner Guthörl, tätig. Mit zwei Heimatlichen Bilderabenden in der alten Scheune, konnten Sie, zusammen mit Ihrem engagierten Team, insgesamt 1800,-€ sammeln. Dieses Geld wurde am Weihnachtsmarkt 2015 an den Ortsvorsteher Manfred Klein, im Beisein der Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, übergeben. Der Gesamtbetrag für das Ehrenmal wird sich auf etwa 2400-2500 ,- € belaufen. Den Aufstockungsbetrag wird die Gemeinde Eppelborn übernehmen. Der Auftrag wurde, nach einstimmigen Beschluss des Ortsrates, an die “Neue Arbeit Saar” vergeben. Bis das Ehrenmal seinen Platz eingenommen hat, werden allerdings noch etwa drei Monate vergehen. Bewusst wurde kein Motiv gewählt, welches Krieg und heroisches Heldentum hervorhebt, eher ein Motiv, dessen Aussage es ist, dass so etwas wie Krieg, Verfolgung und Vernichtung nie wieder auf deutschem Boden passieren darf.

Zu gegebener Zeit, nach Aufstellung des Denkmals, wird es einen Termin geben, wo alle Bürger, in einer kleinen Feierstunde eingeladen sind, das Denkmal seiner Bestimmung zu übergeben. Hier wäre es zukünftig auch eine gute Sache, wenn wieder am Volkstrauertag eine kleine Gedenkfeier, zusammen mit unseren Bürgern, stattfinden würde.

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