Der frühere Muffländer

Muffländer – Bezeichnung für Saarländer außerhalb der Landesgrenzen. Der Ausdruck hat nichts mit “Muffigkeit” oder gar Angst (Muffe) zu tun. Er stammt aus der Zeit zwischen der politischen Rückgliederung des Saarlandes (1. Januar 1957) und der wirtschaftlichen (5. August 1959, Tag X). Wehrtaugliche Saarländer konnten sich schon als Freiwillige zur Bundeswehr melden.

Wenn diese dann zum Urlaub nach Hause fuhren, erhielten sie wie alle anderen Soldaten einen Freifahrtschein, den aber die Eisenbahnen des Saarlandes (EDS) nur dann akzeptierten, wenn darauf die Abkürzung “MUF” (für Militär-Urlauber-Fahrkarte) aufgestempelt war. Die Nicht-Saarländer machten sich darüber lustig und bezeichneten zuerst die saarländischen Bundeswehr-Angehörigen und später die Saarländer generell als “Muffländer”.

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