Rauchmelder retten Leben

In der Landesbauordnung ist die Rauchmelderpflicht niedergeschrieben. Rauchmelder retten Leben und sind deshalb wichtiger Bestandteil in unseren Wohnungen und Häusern. Das frühzeitige Erkennen von Entstehungsbränden ist die Aufgabe der Rauchmelder. Unsere Sinne, auch der Geruchssinn, sind im Schlaf ausgeschaltet, so dass der Mensch nicht riecht, wenn ein Schadensfeuer gerade im Entstehen ist.

Beispielrauchmelder der Fa. Bosch

§ 46 Landesbauordnung
Wohnungen
(1) Jede Wohnung muss eine Küche oder Kochnische haben. Fensterlose Küchen oder Kochnischen sind zulässig, wenn sie für sich lüftbar sind.
(2) Jede Wohnung muss ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette haben. Fensterlose Bäder und Toiletten-räume sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist.
(3) Für Gebäude mit mehr als drei Wohnungen sind leicht erreichbare und gut zugängliche Abstellräume für Kinderwa-gen, Fahrräder, Kinderspielgeräte und Rollstühle sowie für jede Wohnung ein ausreichend großer Abstellraum herzustel-len.
(4) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Bei der Entstehung von Bränden entwickeln sich giftige Rauchgase. Der Sauerstoffgehalt in der Luft sinkt. Bei etwa 14 % Sauerstoffgehalt tritt Bewusstlosigkeit ein und wir werden nicht mehr wach. Bei etwa 8 % tritt der Tod ein. Das alles bemerken wir im Schlaf nicht. Der Rauchmelder aber wacht über uns und bemerkt die Rauchgaskonzentration frühzeitig und…schlägt Alarm. Wir können andere Mitbewohner wecken und das Haus oder die Wohnung verlassen und auch die Feuerwehr verständigen. Die Familie hat keinen gesundheitlichen Schaden genommen. Der Sachschaden in der Wohnung übernimmt die Versicherung.

Ein Beispielprodukt der Fa. Bosch
Ein Beispielprodukt der Fa. Bosch

Dabei sind Rauchmelder gar nicht mal teuer. Es gibt zwei Arten von optischen Rauchmeldern. Die einfachen, autarken Rauchmelder und die besseren, aber auch etwas teueren, vernetzbaren Rauchmelder. Der Einzelmelder erkennt den Rauch und schlägt Alarm, aber nur in dem Bereich wo gerade die Gefahr am entstehen ist. Die vernetzbaren Rauchmelder melden den Brandalarm an alle Rauchmelder, die im Netzwerkverbund sind, weiter. Das bedeutet, dass wenn z.B. im Keller ein Brand am Entstehen ist, wird der Melder im Schlafzimmer im ersten Obergeschoß ebenfalls Alarm schlagen. Die Rauchmelder brauchen auch keine großartige Verkabelung. Sie funktionieren über Batterie und brauchen lediglich an die Decke geschraubt zu werden.

Rauchmelder retten Leben

Wenn Du diesen Bericht gelesen hast, stehe auf und gehe durch die Wohnung und das Haus. Hast Du noch keine Rauchmelder gekauft und installiert ? Dann schaue Dir früh morgens Deine friedlich schlafende Familie an. Dann stell Dir vor, es entsteht nachts ein Brand und nur Du alleine kommst lebend und ohne Schaden davon, weil Du vielleicht gerade auf Nachtschicht warst. Könntest Du damit leben ? Geld für die persönliche Sicherheit und die Sicherheit der Familie am falschen Platz gespart. Auch wenn z.B. Vermieter da nicht so richtig in die Gänge kommen, so sollte man dann selbst Rauchmelder installieren, denn es geht ja um das eigene Leben und die eigene Gesundheit.

Rauchmelder retten Leben

Bleibt die Frage nach welchen Kriterien ich mir Rauchmelder kaufe. Es gibt bereits günstige Set´s mit drei oder vier Rauchmelder die nicht vernetzbar sind, aber nur etwa 20-25,-€ kosten. Vernetzbare sind etwas teurer. Rauchmelder von bewährten Qualitätsherstellern erhöhen den Preis auch etwas. Auf was man aber unbedingt achten sollte ist, dass die Melder ein VDS, GS, CE, oder VDE Zeichen besitzen. Nach dem Kauf schraubt man sie an die höchsten Punkte in der Wohnung, denn auf dem Wohnzimmerschrank oder in der Kommode nützen sie nichts. Rauch steigt immer zuerst nach oben. Rauchmelder gehören in Kinderzimmer, in Elternschlafzimmer, in Flure, in Keller, so dass eine frühzeitige Erkennung möglich ist und man über den Fluchtweg noch den Gefahrenbereich verlassen kann.

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