Die Hoffnung des neuen Jahres 2020

Wieder ist es geschafft. Der stressige Endspurt im Dezember, quer über die Weihnachtszeit, bis hin zum ersehnten Ende des Jahres. Wir wünschen einen guten Rutsch und viel Glück, Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr.

Das neue Jahr heißt diesmal 2020. Es war trocken in der Silvesternacht und man konnte die Bahn der Feuerwerksraketen bis in den Himmel verfolgen. Im Fernsehen kam den ganzen Abend leichte Kost mit Klamauk und viel Musik. Die Menschen sollten losgelöst von all Ihren Sorgen und Nöten den Sprung hinein in das neue Jahr erleben. Das eine oder andere Bier oder Glas Sekt unterstützte das Vergessen.

Das vergangene Jahr war wieder ein bewegtes Jahr. Kriege, viele Menschen auf der Flucht. Terroranschläge und Terrorwarnungen sah man in den Medien. Man hat das Gefühl, dass sich da was verändert. Es ist ein Problem am Entstehen, welches die Welt verändern wird. Deutschland, einst mit einer Bundeswehr ausgerüstet, die für den V-Fall eingerichtet war, übernimmt mittlerweile immer mehr Aufgaben, die mit dem verteidigen des deutschen Bodens nichts mehr zu tun haben. Wir nehmen aktiv an Kriegen teil. Etwas was wir nicht mehr wollten, aber als 80 Millionen Volk, mitten in Europa, kann man sich nicht mehr ausschließen. Das Scheckbuch reicht nicht mehr, um sich gegenüber den anderen Völkern frei zu kaufen. Särge mit toten Soldaten kommen zurück in die Heimat. Unser Opfer für den vermeintlichen, ersehnten Frieden in der Welt.

Überall auf der Welt brodelt es. Ob uns der Frieden in Deutschland noch lange erhalten bleibt ? Diese Frage stellt sich mir immer wieder und ich habe keine richtige Antwort darauf. Je mehr Menschen aus Ihrer Heimat vertrieben werden, je mehr Probleme wird es geben. Die Machtspiele sind immer noch voll im Gange. Die Nato bzw. der Westen will die Erweiterung in Richtung Ukraine und Osteuropa. Putin im Gegenzug annektierte die Krim um zu zeigen, dass Russland sich nicht alles gefallen lässt. Dabei soll Russland wieder als Bumann dastehen. Das alte Lied, der Westen gut, der Osten schlecht. Das erinnert mich wieder an den Film Rocky IV, wo der gute Silvester Stallone gegen den russischen Bösewicht Ivan Drako im Ring antritt und ohne Regeln boxt…und natürlich gewinnt.

Auch gibt es immer wieder Parallelen, wenn man Darth Wader im Krieg der Sterne Epos ansieht. Sieht der Vater von Luke Skywalker nicht den Schergen aus der NS-Zeit in Deutschland sehr ähnlich ? Verführt von der dunklen Seite der Macht. Gerade jetzt in Krisenzeiten merkt man, dass das hoch gepriesene Europa noch lange nicht funktioniert. Europa hat noch keine Einheit und spricht nicht mit der gleichen Stimme. Zu viele nationale Gesetze und Interessen verhindern dass. Wir haben zwar den gemeinsamen Euro, aber noch lange kein gemeinsames europäisches Denken und Handeln. Und mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU wird alles nicht einfacher.

Schauen wir uns mal den Frieden in unseren Herzen an. Wer kann von sich sagen, dass er das vergangene Jahr 2019 in Zufriedenheit, Glück und ohne Sorgen und Nöten, mit Frieden im Herzen erlebt hat ? Kaum einer, Einzelfälle vielleicht. Die Menschen haben Angst im Herzen. Angst wegen der angespannten Situation in der Welt. Angst um den Arbeitsplatz. Angst um die Zukunft unserer Kinder. Ängste haben das Jahr 2019 geprägt und nun soll das neue Jahr 2020 alles richten ? Das ist ein schönes Märchen, ein Irrglauben. Wir sollten die Unbeschwertheit des Silvesterabends genießen. Mit Freunden, Verwandten und Bekannten feiern und die wenigen Stunden bis zum Jahresende ausgelassen erleben. Am 1. Januar, Neujahr, ist alles vorbei. Wenn der Kater davon gestreunt ist, kommt spätestens am 2. Januar der Ernst des Lebens zurück.

Alle Vorsätze für das neue Jahr 2019 haben nicht lange Bestand. Die 15 Kilo die man vielleicht abnehmen will, oder das Aufhören mit dem Rauchen. Wenn der Alltag uns wieder hat, fallen wir wieder in die alten Gewohnheiten. Ich höre gerade die Nachrichten im Radio und ich muss feststellen, dass sich nichts verändert hat. Die Magie des neuen Jahres hat keine Kraft und zerschellt am Alltag und der Realität.

Trotzdem wünsche ich allen Menschen auf der Welt, vor allem Frieden und keinen Hunger und Not erleiden zu müssen. Das wäre mein persönlicher Wunsch für das Jahr 2020. Das es eine Illusion ist, weiß ich aber selbst. Die Menschheit ist noch nicht soweit. Solange Macht, Gier und Neid regieren, haben die guten Wünsche zu wenig Kraft. Wer ein frohes neues Jahr 2020 hat, dem gönne ich es von ganzem Herzen.

Hans-Werner Guthörl, Redaktion www.dirmingen.eu

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