Willkommen, werte Wanderschaft im schönen Dirminger Tal – Wanderwegefest durch das Illtalerland 2018

Anlässlich des bevorstehenden Wanderwegefestes durch das Illtalerland, am Samstag, 08.September 2018, möchten wir die Gelegenheit nutzen, unser schönes Dorf der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Lage “Dirmingen, allein nassauisch, liegt in einem Tal, das Dirminger Tal genannt. Ist eine große Pfarr und liegen die Häuser oder Vogteien etwas zerstreut voneinander. Ein großer Teil des Dorfes wird auch Berschweiler genannt. ..” schreibt Andreae auf Seite 485 seiner GenSaraept. und gibt damit wohl den ersten und erhaltenen Hinweis auf die Lage unseres Dorfes.

Dirmingen hat seine bereits durch Andreae bezeichnete Lage im Laufe der Jahrhunderte nicht wesentlich geändert und sich in den Tälern des Dirminger- und weniger des Berschweiler Baches (Jll und Alsbach) und den ansteigenden Hängen entwickelt. Unser Dorf verfügt über eine große Gemarkung und eine ausgiebige Waldfläche.

Sicher war zu Beginn der Besiedlung der erste Ortskern am Zusammenfluß der beiden Bäche Ill und Alsbach. Dort wo auch heute noch die evangelische Kirche steht dürfte sich das Leben in unserem Dorf entwickelt haben. Der Ortskern hat sich bis in die Gegenwart erhalten und bildet einen Ortsmittelpunkt, der von keiner unserer Nachbargemeinden auch nur annähernd erreicht wird und direkt dazu reizt, ihn nach anerkannten städtebaulichen Gesichtspunkten und Grundsätzen weit auszubauen. Auch die ältesten Häuser standen früher um diesen Ortskern.

Zwei weitere Kerne haben sich im Zuge der sich erweiternden Besiedlung im Laufe der Zeit entwickelt: Die “Ziegelhütte” , umgrenzt von der Urexweilerstraße und dem Weg zum “Dörrwald” und im “Mühlbach” , wo ein weiterer Ortsteil an den Wegen des terrassenartig angelegten Hanges, dem “Höppesbösch” , entstand. Im Allgemeinen folgt die Besiedlung des Dorfes dem Laufe des Jll und weniger dem des Alsbaches. Mit der Zeit setzte sich die Besiedlung an den Hängen fort und führt bis hoch hinauf zum “Hundsberg” und zum gegenüberliegenden “Gänsberg“. Weitere Siedlung entstanden am “Dörrwald” , an der “Haardt”, am “Hundsberg” (Waldstraße) und an der Urexweilerstraße der “Brederichswies”.

Durch die vielen Verzweigungen erhält die Besiedlung allgemein eine aufgelockerte Struktur, die durch eine Anzahl Straßen, Wege und Pfade, die den Ort in verschiedenen Längs- und Querrichtungen durchziehen, noch erhöht wird. Unsere Gemarkung derzeit 1554, 1394 ha groß -umfasst das Mündungs- gebiet des Alsbaches in die Jll sowie die angrenzenden Höhen und wird dem Lebach-Ottweiler Bergland zugerechnet, dessen Oberflächenformen durch das Oberkarbon und das untere Rotliegende gekennzeichnet werden. Der größte Teil unserer Gemarkung liegt in den sogenannten Kuseler Schichten, für die Konglomerate typisch sind.

Diese können etwa ab oberhalb des früheren Eisenbahnstellwerkes, das in unmittelbarer Nähe der über die Eisenbahnlinie führenden Brücke zur “Haardt” stand und vor Jahren abgetragen wurde, in einer Mächtigkeit von ca. 15 m beobachtet werden. Unschwer lässt sich an ihrem Vorhandensein und Auftreten auch der Weg bis zur “Steinrutsch” verfolgen, wo dieses quarzitische Gestein überdimensionalen Felsbrocken vergleichbar wie von mächtiger Götterhand aufeinandergetürmt als Blockmeer bestaunt werden kann. Die “Steinrutsch” noch auf Dirminger Gemarkung liegend -ist als “Dirminger Konglomerat” in der internationalen geologischen Literatur bekannt.

Der tiefste Punkt unserer ausgedehnten Gemarkung liegt bei 230 m über NN im “Klingelfloß” und der höchste bei 414 m der Große Elmesberg während unser Marktplatz etwa 241 m hoch liegt. Dazwischen liegen Erhebungen unterschiedlicher Höhenlagen -Kasholz 410 m -Taubertsberg 341 m -Geisberg 355 m-Schönebuch 381 m -Bräkert 365 m. Zwischen, diesen Erhebungen, die verhältnismäßig steil ansteigen, liegen die engen Talsohlen, der Jll und des Alsbaches. Zahlreiche weitere kleine Tälchen und Klamme sind für unsere Gemarkung typisch und gliedern sie zu landschaftlicher Schönheit auf. Der zwischen Dirmingen und Eppelborn verlaufende Höhenzug ist zugleich auch, die Wasserscheide zwischen Jll und Theel.

Ein dichter Gürtel von Gärten grenzt an die besiedelte Fläche, bestellte Felder schließen sich an und ausgedehnte Wälder -Schönebuch -Wetschert -Dörrwald -Wennewald -Kasholz -bilden den Abschluß der Gemarkung und laden zu ausgedehnten Spaziergängen auch über gute Feldwirtschaftswege ein. Der große Klingelwald wurde inzwischen abgeholzt, die Fläche bearbeitet und zur Aufforstung  vorbereitet. Der Lauf der Jll ist bestimmend für den Ort. Sie durchfließt die Gemarkung in südöstlicher-nordwestlicher Richtung und biegt im Ortsteil “Mühlbach” in Süd- West-Richtung ein. Sie nimmt den Dusterbach, den Alsbach, den Mühlbach und das Klingelfloß von rechts auf.

Der Dusterbach bildete einstmals die Gemarkungsgrenze gegen Wustweiler. Im Zuge der Flurbereinigung wurde auf Antrag der Gemeinde Wustweiler eine größere Fläche an diese abgegeben, weil sich die Besiedlung dieser Nachbargemeinde auf unser Banngebiet erstreckte und so ist heute der Dusterbach nicht mehr Grenzgewässer, während das KlingeIfloß auch heute noch die Grenze zur Eppelborner Gemarkung bildet.

Von links fließt der JII im Gelände der ehemaligen Ziegelei ein kleiner Bach zu. Der Alsbach hin und wieder auch Berschweiler Bach genannt. Dieser nimmt von links den Frankenbach auf, der nur auf eine kurze Strecke die Gemarkungsgrenze zu Berschweiler bildet, sonst aber ausschließlich auf Berschweiler Bann fließt.

Dirmingen liegt im Herzen des Saarlandes und liegt inmitten des Illtals und der sogenannten „dat-das-Linie“. Bei ihrer Wanderung durch unser schönes Dorf werden Sie von mehreren Dirminger Vereinen kulinarisch verwöhnt.

Wir heißen Sie, lieber Wanderer und liebe Wanderin herzlich Willkommen im schönen Dirminger Tal

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