Evangelisches Pfarrhaus

In der Illinger Straße steht das evangelische Pfarrhaus. Erbaut wurde es um 1730 und soll ein Jagdschloss der Fürsten von Nassau-Saarbrücken gewesen sein. Dafür spricht auch so einiges. So sollen wohl in den 80 igern Jahren des vorletzten Jahrhunderts neue Türen montiert worden sein. Auf den Scharnieren und Beschlägen der alten Türen sollen Jagdszenen abgebildet gewesen sein, so nach der mündlichen Überlieferung. Die Lage, die Bauart und auch der große dahintenliegende Garten weisen darauf hin, dass das Gebäude herrschaftlich genutzt wurde. Später ging es wohl in den Besitz der evangelischen Kirche über und wurde über Jahrzehnte hinweg als Wohnsitz der Dirminger Pfarrer genutzt. In den Kriegsjahren des 2. Weltkrieges entstanden durch Bombenabwürfe beträchtliche Schäden an dem alten Gebäude. So sollen wohl alle Scheiben zerborsten, sowie der Dach stark in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Allerdings hielten die dicken Mauern dem Luftdruck der Bomben stand.

Neben dem Haupthaus gibt es noch eine angebaute Scheune. Es ist anzunehmen, dass die Scheune damals, zu Zeiten der Fürsten von Nassau-Saarbrücken, als Stallung und Futterreservoir für die Pferde der Grafen gedient hat. Nach 1980 wurde die Scheune umgebaut und als Gesellschaftsräume für Feierlichkeiten genutzt. Sie erhielt ein neues Dachgerüst, dass die Aussenmauern vom Druck befreite. Zur Zeit wird die Scheune als Jugendtreff genutzt und das Gebäude steht zum Verkauf an. Sicherlich eine Folge dessen, dass auch die Kirchen massiv Kosten einsparen müssen.