Wappen des Ortsteiles Dirmingen

Blasonierung (Beschreibung):

Wappen von Dirmingen „Unter silbernem Schildhaupt, darin zwischen drei grünen Eichenblättern zwei goldene Eicheln mit grünen Fruchthülsen, in Blau ein silberner Wellenpfahl, begleitet rechts von einem linksgewendeten, schräglinksgestellten goldenen Doppelhaken mit einer Mittelsprosse und lotschnittigen Enden, links von zwei schräg übereinander gestellten, vierspeichigen goldenen Mühlrädern.“

Begründung:
Die Ortschaft Dirmingen gehörte seit ihrer urkundlichen Erstnennung 1281 bis zur Französischen Revolution territorial stets zur Grafschaft Saarbrücken. Innerhalb der Grafschaft war Dirmingen eigene Meierei im Oberamt bzw. in der Herrschaft Ottweiler. Im 16.Jahrhundert war Dirmingen das wohlhabendste Dorf der Herrschaft. Diese stete Zugehörigkeit zur Grafschaft Saarbrücken (1281 bis 1381 Saarbrücken-Commercy, 1381 bis 1793 zu Nassau-Saarbrücken) wird im Ortswappen durch die sogenannte „Nassauische Wolfsangel“ symbolisiert. Der Doppelhaken in seiner charakteristischen Form mit einer Mittelsprosse und den stumpfen Enden ist heute noch auf den alten Grenzsteinen, die entlang der Herrschaftsgrenze errichtet wurden, zu sehen. Der  Doppelhaken wurde in seiner Funktion als Grenzzeichen damit als Hoheitszeichen zur Markierung des Territoriums – neben dem gräflichen Wappen im Siegel – verwendet. Im Dirminger Ortswappen erscheint die Wolfsangel wie auf den Grenzsteinen (heraldisch gesehen) nach links gewendet und außerdem in den Farben von Nassau-Saarbrücken: Golden in blauem Feld. Der Wolfsangel gegenüber stehen zwei Mühlräder, aus Gründen der Symmetrie und weil die sie symbolisierenden Dirminger Mühlen in nassauischer Zeit errichtet und betrieben wurden, ebenfalls golden in blauem Feld. Die Mühlräder stehen als pars pro toto (Teil für das Ganze) für die auf der Gemarkung Dirmingen betriebenen Mühlen: die alte Mühle, die neue Mühle, die Sägemühle und die Lochmühle. Sie waren in herrschaftlicher Zeit stets Ausdruck der Wohlhabenheit eines Dorfes. Der Wellenpfahl in der Schildmitte deutet die geografische Lage von Dirmingen am Zusammenfluss von Ill- und Alsbach und in deren Tälern. Ein Abschnitt der Ill wird am Klingelfloß auch Dirmingerbach genannt. Die Eichblätter und die Eicheln im Schildhaupt weisen ebenfalls auf die reizvolle landschaftliche Lage der Gemarkung von Dirmingen im Herzen des Saarlandes und im Kern des Prims-Blies-Hügellandes hin. Sie stehen dabei insbesondere für den Waldreichtum auf der Gemarkung und für die beliebten Naherholungsgebiete.