Denkmal oder Mahnmal ?

Kameraden der Feuerwehr halten Ehrenwache am Denkmal

Kameraden der Feuerwehr halten Ehrenwache am Denkmal

Das Denkmal auf dem Hundsberg wurde nach dem 1.Weltkrieg zum Gedenken an die gefallenen Soldaten aus Dirmingen errichtet. Der schöne Hain mit einer langen Zuwegung sollte ein Ort der Stille und des Gedenkens schaffen. Unsere Vorfahren hatten auf dem Hundsberg einen Platz gefunden, der an Würde kaum zu übertreffen ist. Schon als Kind betrat ich diese Stätte der Ruhe mit Ehrfurcht. Nicht zuletzt, weil auf einer der Tafeln der Name meines Onkels, Oskar Neufang, stand. Er verlor im Jahre 1945 in La Spezia, Italien, sein Leben. Stellt man sich die Frage, ob es nun ein Denkmal oder ein Mahnmal ist, so ist dies vielleicht nicht so einfach zu beantworten. Das muss jeder für sich entscheiden. Das Denkmal wurde zum Gedenken gebaut, wobei es natürlich auch mahnt, dass kein Krieg gewonnen werden kann. Jeder verliert im Krieg auch wenn er sich Sieger nennen darf. Aber welcher Sieg wurde errungen ? Ein Sieg über ein Volk oder ein Land ? Der Preis ist viel zu hoch und das damit verbundene Leid unfassbar. Die Jugend mag sich in der heutigen “guten Zeit” dafür vielleicht nicht mehr so interessieren. Die älteren Generationen wissen wovon ich hier berichte. In den Schulen werden die Kinder mit Unterricht über Holocaust und Nationalsozialissmus immer wieder daran ermahnt, dass es in Deutschland eine schlimme Zeit, mit ganz schlimmen Taten und Ereignissen gab. Diese Zeit wollen wir Deutschen sicherlich nicht mehr haben. Das ist Fakt.

Das Denkmal jedoch soll für uns und unser Dorf die Erinnerung an geliebte Menschen wachhalten, die ihr Leben, viel zu früh, in den beiden Weltkriegen verloren haben. Es gibt in Dirmingen wohl kaum eine Familie, die nicht davon betroffen ist.

Foto: Karl-Heinz Schaefer

Foto: Karl-Heinz Schaefer

Foto: Karl-Heinz Schaefer

Foto: Karl-Heinz Schaefer