Ortsrat überreicht 380,-€ an Jugendzentrum

Am 18. Oktober fand die erste “Jugendbandszene Dirmingen” in der alten Scheune statt. Junge Dirminger Talente spielten und sangen erstmals vor Publikum.
Ortsvorsteher Manfred Klein überreicht 380,-€Wie wir bereits an dieser Stelle berichteten war der Abend ein tolles Event und die Band’s und Künstler begeisterten das anwesende Publikum. Ausrichter des Abends war der Ortsrat Dirmingen. Der Erlös sollte zu Gunsten des Dirminger Jugendzentrums gehen. Am Mittwoch, dem 18. November, war es dann soweit. Ortsvorsteher Manfred Klein, überreichte im Namen des Ortsrates Dirmingen, eine Spende in Höhe von 380,-€ an die Jugendlichen des Jugendzentrum Dirmingen.
Ein Dank geht an alle Besucher, alle Spender und vor allen Dingen an die Gruppen und Talente, die diese Veranstaltung zu einem echten Event gemacht haben.

 

Warum Feuerwehrleute Helden sind

In den USA ist die Lobby der Feuerwehr sehr stark. Haben die Firefighters in Amerika fast den Status von Helden, die immer da sind um in Not geratenen Menschen zu helfen, so ist das Ansehen und die Lobby der Feuerwehrleute, die hierzulande das Gleiche tun wie ihre amerikanischen Kollegen jenseits des großen Teiches, eher gering. Aber trotzdem sind auch wir deutschen Feuerwehrleute Helden. Nicht etwa, weil wir da rein gehen, wo Andere sich in Sicherheit bringen, oder dort helfen wo Menschen in großer Not sind. Unser Heldentum ist da etwas anders gelagert, denn…

  • Wir müssen darum kämpfen für Schulungen an der Landesfeuerwehrschule, und bei Brand- und Technische Hilfe Einsätzen vom Arbeitgeber frei zu bekommen ohne dass wir Nachteile im Beruf erwarten müssen.
  • Wir sind 365 Tage im Jahr kostenlos in Bereitschaft und setzen bei Übungen und Alarmen unsere Gesundheit für die Allgemeinheit auf´s Spiel.
  • Passiert in Übungen und Einsätzen ein Unfall müssen wir schon mal darum kämpfen, dass wir  den körperlichen Schaden entschädigt bekommen, denn jeder Mensch hat Vorschädigungen, sei es durch Sport, Beruf oder normaler Alterung.
  • Wir haben schlechte und überalterte Einsatzkleidung (Persönliche Schutzausrüstung) und müssen damit unsere Einsätze meistern.
  • Wir haben veraltete Fahrzeuge und Geräte und sollen mit diesen Oldtimern das Gleiche leisten wie eine gut ausgerüstete Berufsfeuerwehr.
  • Wir können das Wort “sparen” nicht mehr hören. Wir haben als Freiwillige Feuerwehrleute ein Anrecht darauf, gut ausgerüstet zu sein. Wir produzieren keine Lohnkosten, sondern wir helfen freiwillig und opfern sehr viel Freizeit für unsere Mitmenschen.
  • Wir führen Diskussionen, warum wir denn das eine oder andere Fahrzeug brauchen und könnte man das eine oder andere Einsatzmittel nicht wegrationalisieren. Diskussionen mit Leuten, die von Feuerwehr keine Ahnung haben. Trotzdem nehmen wir uns auch dafür Zeit.
  • Wir müssen oftmals unseren Kindern und Frauen erklären, warum wir denn schon wieder in der Übung oder dem Einsatz sind. Das wir einen Sinn darin sehen, den Menschen zu helfen, auch dann, wenn diese Menschen Gegner der Feuerwehr sind. Wir machen keine Unterschiede bei unseren “Hausbesuchen”.
  • Bei Einsätzen werden wir durch Gaffer und Schaulustige behindert und wenn wir diese bitten doch etwas Platz zu machen, bekommt man oft eine blöde Antwort.

Es könnten sicher hier noch mehr Punkte aufgeführt werden, warum wir “Helden” sind. Manchmal frage ich mich, warum ich das Ganze auf mich nehme ? Diese Frage stellen sich sicher viele Freiwilligen Feuerwehrleute. Vielleicht ist es der Grundgedanke, dass unsere Gesellschaft solche Menschen braucht. Das wir unseren Beitrag für die Sicherheit unserer Bürger leisten wollen und dass wir den Grundsatz gesellschaftlichen Lebens, das “Füreinandereinstehen” noch leben. Wir Feuerwehrleute brauchen mehr Lobby, mehr Menschen die auch für unsere “Sache” einstehen und uns unterstützen.

Dieser Bericht ist nicht nur für die Feuerwehr geschrieben, sondern auch für alle anderen Hilfskräfte, wie z.B. THW, Rettungsdienste und Menschen die freiwillig in der sozialen Arbeit tätig sind.