Gemeinde Dirmingen 1973 aufgelöst

Am 21. Dezember 1973 fand um 14:30 Uhr die letzte Sitzung des Dirminger Gemeinderates im Sitzungssaal des Gemeindehauses statt. Grund für diese letzte Sitzung war die Gebiets- und Verwaltungsreform des Saarlandes, die am 01. Januar 1974 in Kraft trat.

Bild der vermutlich letzten Gemeinderatssitzung in Dirmingen (Foto: Hermann Bock)

Bild der letzten Gemeinderatssitzung in Dirmingen (Foto: Hermann Bock)

Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wurden aus einst 345 selbstständigen Gemeinden im Saarland 50 neue Gemeinden, die sich aus einzelnen Ortsteilen zusammensetzten. Die größte Gemeinde die aufgelöst wurde, war damals Dudweiler mit etwa 30000 Einwohnern. Sie kam als Stadtteil zur Landeshauptstadt Saarbrücken. Das Standesamt Dirmingen wurde ebenfalls zum 31.Dezember 1973 geschlossen und ab 01.Januar 1974 mussten die Dirminger Bürger nach Eppelborn auf das Standesamt. Auch Eppelborn als selbstständige Gemeinde wurde aufgelöst und die Gemeinde Eppelborn entstand. Die Gemeinde Eppelborn bestand nun aus acht Ortsteilen mit zukünftig acht Ortsräten und einem Gemeinderat. Erster Bürgermeister der neuen Gemeinde war Karl Eckert, der Bürgermeister bis 1984 war. Ab 1984 lenkte ein neuer Bürgermeister, Fritz-Hermann Lutz die Geschicke der Gemeinde Eppelborn. Die Namen der neu gebildeten Ortsteilen waren und sind auch heute noch:

  • Bubach-Calmesweiler
  • Dirmingen
  • Eppelborn
  • Habach
  • Hierscheid
  • Humes
  • Macherbach
  • Wiesbach

Der Gemeinderat Dirmingen bestand bis 1973 aus 19 Mitgliedern. Diese waren fristgerecht zu dieser letzten Sitzung am 21. Dezember 1973 eingeladen worden. Folgende Mitglieder waren erschienen:

Nr.Name & VornameStatus
1.Bock Hermann, Bürgermeister
Vorsitzender Gemeinderat
anwesend
2.Alt Franzanwesend
3.Baltes Hansanwesend
4.Brill Maxanwesend
5.Detzler Aloisanwesend
6.Gräßer Werneranwesend
7.Heintz Walteranwesend
8.Jochem Edmundanwesend
9.Klein Ludwiganwesend
10.Land Herbertanwesend
11.Poitiers Giselaanwesend
12.Wagner Gerhardanwesend
13. Wagner Hans-Georganwesend
14.Gordner Ottoanwesend
15.Spaniol Franz-Josefanwesend
16.Wagner Karlanwesend
17.Lutz Ernstanwesend
18.Nagel Heinrichanwesend
19. Scherer Herbertfehlend (entschuldigt)
Vertreter des Amtes
AmtshauptsekretärGaukleranwesend

In dieser letzten Sitzung am 21. Dezember 1973 wurde vom Gemeinderat Dirmingen im öffentlichen Teil folgendes verhandelt:

Öffentlich: 
1.Beratung und Beschließung eines 4. und letzten Nachtragshaushaltsplanes der Gemeinde Dirmingen für das Rechnungsjahr 1973
2.Festsetzung der Jahresrechnung 1972 und Entlastung des Bürgermeisters
3.Stromlieferungsvertrag mit der VSE
4.Feldwirtschaftswegunterhaltungsvertrag
5.Vertrag mit den sporttreibenden Vereinen
6.Installierung dreier neuer elektrischer Straßenleuchten
7.Vergabe von Arbeiten
a) Straße "Am Hundsberg"
b) Bühne in der Turnhalle
8.Ausbau der Hierscheider Straße
9.Darlehenaufnahme
10.Übertragung der weiteren Arbeiten zur Erschließung des Gebietes "Auf Bauerhaus" / "Ziegelhütte" entweder an das Kreisbauamt oder einen freischaffenden Architekten
11.Patenschaftsübernahme
12.Festsetzung von Beerdigungszeiten
13.Verschiedenes
Nicht Öffentlich:
14.Erschließungsbeiträge Breiterechwies
15.Stundung von ... (hier nicht veröffentlicht)
16.Verschiedenes

Gemeinderat Dirmingen im Sitzungssaal (Foto: Hermann Bock)

Gemeinderat Dirmingen im Sitzungssaal (Foto: Hermann Bock)

Die letzte Sitzung des Gemeinderat Dirmingen (Foto: Hermann Bock)

Die letzte Sitzung des Gemeinderat Dirmingen (Foto: Hermann Bock)

 

Geschichtliche & Historische Angaben
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Feuerwehr renoviert Schulungsraum

Im Jahre 1978/1979 wurde, nach dem das alte Gerätehaus am “Büttelseck”, neben dem alten Gemeindehaus baufällig geworden war, ein neues Gerätehaus an der Grundschule Dirmingen errichtet.

Das alte Gerätehaus bis etwa 1980 (Foto: Hermann Bock)

Das alte Gerätehaus bis etwa 1980 (Foto: Hermann Bock)

Es gab seit dieser Zeit zwei Erweiterungsmaßnahmen, die von der Feuerwehr in Eigenleistung durchgeführt wurden. Die erste Erweiterung war der Anbau der Umkleide für die Feuerwehrleute. Damals stellte die Gemeinde Eppelborn 15000,- DM (Deutsche Mark) zur Verfügung. Die Arbeiten erledigten die Feuerwehrleute in Eigenregie. Ein weiteres, schwieriges Projekt war der Anbau einer Fahrzeughalle mit Büro- und Lagerräumen. Dieses Projekt wurde ebenfalls in Eigenleistung durchgeführt, was aber eigentlich schon eine Nummer zu groß war und die Feuerwehr damals spaltete. Die Feuerwehr war an Ihre Grenzen gestoßen. Diese Zeit wurde aber überwunden und heute stehen wir wieder als starke Truppe für unsere Bürger da.

Das neue Feuerwehrgerätehaus ab 1979. (Foto: Hermann Bock)

Das neue Feuerwehrgerätehaus ab 1979. (Foto: Hermann Bock)

Nun ist das Gerätehaus aber in die Jahre gekommen und es fallen öfters Instandhaltungsarbeiten an. Ein besonderes Anliegen des Löschbezirk Dirmingen ist es seit einigen Jahren den Schulungsraum und die Sozialräume daneben zu sanieren. Es gab über dem ganzen Deckenbereich Fäkalienverunreinigung durch Nagerbefall und diese drangen bis unter die Decke vor. Auch die energetische Seite war miserabel, sei es die Decke, oder auch die alten, undichten Aluminiumfenster. Dies konnte so nicht bleiben und es wurde mit Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset gesprochen. Nachdem der Löschbezirk Dirmingen schon unter dem Altbürgermeister Lutz mehrfach diese Problematik vorgetragen hatte, kam nun endlich Bewegung in die Angelegenheit.

 

Feuerwehrgerätehaus heute (Foto: Hans-Werner Guthörl)

Feuerwehrgerätehaus heute (Foto: Hans-Werner Guthörl)

Nach einer Beratung innerhalb des Vorstandes der Feuerwehr wurde sich dafür ausgesprochen der Gemeindeverwaltung anzubieten, diese Sanierung in Eigenleistung zu erbringen. Das Geld für die Materialien sollte die Gemeinde übernehmen. Ebenfalls die Kosten für Fachfirmen für z.B. die Erneuerung der Fenster. Der Vorschlag der Eigenleistung wurde den gesamten Feuerwehrkameraden im Löschbezirk Dirmingen unterbreitet und um Stellungnahme der Feuerwehrmänner – und Frauen gebeten. Auch innerhalb der Mannschaft sprach man sich dafür aus, die Maßnahme selbst in die Hand zu nehmen. Der Löschbezirk Dirmingen, ein sehr aktiver Löschbezirk innerhalb der Gemeinde Eppelborn, möchte hier einen Beitrag zur Kostensenkung leisten. Nicht zu vergessen ist die Energieeinsparung die sich durch diese Maßnahme bemerkbar machen wird.

Abriss unter Vollschutz

Abriss unter Vollschutz

Am 22. März 2014 begann der Löschbezirk Dirmingen mit den Sanierungsarbeiten. Zuerst mussten alle Möbelteile und Inventar demontiert werden und im Lagerbereich abgestellt werden. Einiges wurde auch entsorgt. Im zweiten Stepp wurden die Decken demontiert und entsorgt. Der Schlungsraum und die Sozialräume waren nun entkernt und es konnte der Neuausbau beginnen. Die neu Decke musste zwei Anforderungen erfüllen. Zum Einen musste Sie Nagerfest sein und zum Anderen musste Sie gut isoliert sein. Beides ist nun schon gegeben, denn der Löschbezirk hat mächtig vorgelegt und die engagierten Feuerwehrleute haben schon einiges geleistet. Nun steht die Anbringung der Dampfsperre an. Dann die Elektroinstallation und das Umlegen von Heizung und Wasser. Löschbezirksführer Markus Lambert kann hier auf ein gutes Team an Fachhandwerkern aus dem Löschbezirk zugreifen.

Kurze Pause

Kurze Pause

Im weiteren Verlauf wird dann die Sichtdecke montiert und die Wände instandgesetzt. Der Löschbezirk möchte auf jeden Fall mit dem Bauabschnitt 1 bis Ende Juli, vor dem Feuerwehrfest, fertig sein. Im Bauabschnitt 2 werden 2015 die Fenster durch eine Fachfirma erneuert. Dann sollte das Ganze fertig sein und die nächsten 30 Jahre Feuerwehrgerätehaus Dirmingen können beginnen. Waren es Anfangs nur Samstage an denen gearbeitet wurde, so hämmern und schrauben die Wehrleute jetzt auch an Abenden unter der Woche. Der Lohn eines arbeitsreichen Samstagmorgen ist ein leckeres, gemeinsames Mittagessen. Bei diesem Mittagessen wird die weitere Vorgehensweise besprochen. Man merkt deutlich, dass diese gemeinsame Arbeitsleistung junge und ältere Feuerwehrangehörige enger zusammenschweißt.

Verdientes Mittagessen mit Nachbesprechung

Verdientes Mittagessen mit Nachbesprechung

Der Dienst in einer Freiwilligen Feuerwehr ist mit einem hohen Freizeiteinsatz verbunden. Viele Stunden werden für Ausbildungen, Sitzungen, Dienstbesprechungen, Brandwachen, Gerätewartungen und Einsatzdienste aufgebracht. Wir sind da schon normalerweise an unseren zeitlichen Grenzen angelangt. Darüber hinaus noch eine Sanierung im Gerätehaus durchzuführen setzt ein hohes Engagement für unsere Gesellschaft voraus. Dies ist aber alles nur zu leisten, wenn Familie und/oder Frau und Freundin mitspielen. Nur mit deren Verständnis und Unterstützung ist so etwas zu leisten. Deshalb geht der Dank für die Arbeitsleistung nicht nur an die Feuerwehrleute, sondern auch an die Familie oder Partner die oft zu Hause sitzen und warten müssen, bis Er oder Sie mal endlich wieder von der Feuerwehr nach Hause kommt.