Vorstellung Buchprojekt des Heimat- und Verkehrsverein

Presseinformation des Heimat- und Verkehrsvereins Dirmingen vom 04.04.2014

Buchpräsentation “Dirminger Hausnamen”  am Freitag, dem11. April 2014 um 19.00 Uhr in der “Scheune” am Ev. Pfarrhaus

Mittlerweile dürfte es sich in Dirmingen herum gesprochen haben:

Dirminger Hausnamen

Dirminger Hausnamen

Der Heimat- und Verkehrsverein Dirmingen stellt im Rahmen einer Feierstunde in der Dirminger “Scheune” am kommenden Freitag, dem 11. April um 19.00 Uhr das neue Buch zu den Dirminger Hausnamen der Öffentlichkeit vor. Unser Buch wird unter dem Titel “Dirminger Hausnamen” – Unser Ort erzählt aus alter Zeit” in einer Auflage von 300 Büchern erscheinen und 216 Seiten umfassen.

Dabei haben die Buchautoren des HVV 130 Hausnamen von A wie „Abbels“ bis Z wie „Zimmperersch“ erfasst und erklärt, wobei jeder Hausname auf einer oder mehreren eigenen Seiten behandelt wird.

Nahezu alle Hausnamen sind mit nachprüfbaren Quellen wie den Tauf- und Sterbebüchern der Kirchengemeinden oder anderen Urkunden und Dokumenten  belegt.

Außerdem ist es das erste Buch im Saarland, das sich in dieser Form ausschließlich mit dem Thema „Hausnamen“ beschäftigt.

Ein Alleinstellungsmerkmal, auf das wir vom Heimat- und Verkehrsverein Dirmingen auch ein bisschen stolz sind!

Die Autoren haben großen Wert auf einen bestmöglichen Druck des Buches in einer aufwendigeren (und damit teuereren) Fadenbindung gelegt. Auch die Druckqualität der Bilder wird die Leser überzeugen.

Das Buch  erscheint im Jubiläumsjahr zum 65 – jährigen Bestehen des Heimat- und Verkehrsvereins Dirmingen, der im Mai 1949 gegründet wurde.

Das Werk bietet neben einer grundlegenden Einführung in das Thema „Hausnamen” und “Hausnamenforschung“ zudem mit fast 200 Fotos einen großen Bildanteil, da zu jedem Haus jeweils alte und neue bzw. aktuelle Bilder gegenübergestellt werden.

Ein umfangreicher Anhang erzählt viele kleine Geschichten neben dem eigentlichen Thema, so u. a. die Geschichte der Kalkgewinnung in Dirmingen (“Kalkstollersch”), ein unterhaltsamer Mundarttext über die “Käschde – unn Nussbääm” (“Käschdebaams”)”, Gedichte von Dirminger Hausnamenträgern (“Schorsche Peter” und “Abbels Neggel”), eine Übersicht der häufigsten und seltensten Berufe in Dirmingen oder auch einen Rückblick auf das ehemalige Bauerndorf Dirmingen und seine typischen Bauern- und Arbeiterbauernhäuser.

Das Hausnamen – Buch wird zu einem Preis von 25 Euro zum Verkauf angeboten.

Verkaufsstellen in Dirmingen ab dem 14. April sind die Filiale der Sparkasse Neunkirchen sowie Elektro Wagner im Zentrum Alte Mühle zu den üblichen Geschäftszeiten.

Auch die Mitglieder des Autorenteams, Hans Baltes, Rudi Hell, Rudi Kiefer, Reiner Kiefer und Ernst Lutz werden den Interessenten gerne behilflich sein, ein Buch zu erwerben. Rufen Sie uns dazu einfach an!

Der Heimat- und Verkehrsverein lädt hiermit die Dirminger Bevölkerung sowie alle an der Orts- und Heimatgeschichte Dirmingens  interessierten Mitbürger sind herzlich zu dieser Veranstaltung ein!

 

Mönchsgang nach Tholey existiert

So könnte der Gang von Dirmingen nach Tholey aussehen.

So könnte der Gang von Dirmingen nach Tholey aussehen.

Seit vielen Jahrzehnten gibt es in Dirmingen Gerüchte darüber, dass ein unterirdischer Gang vom ehemaligen Kloster in Dirmingen zur Abtei nach Tholey führt. In Dirmingen gab es das kleine Kloster, das wohl in der Nähe des Anwesens der Familie Schulz in der Lebacher Straße, hinter dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der seit 1992 geschlossenen Schäfer-Brauerei, lag. Unter dem Begriff “Kloschders” wird diese bebaute Ecke auch heute noch im Mundartbereich geführt. Das große Kloster aber, lag auf der anderen Seite der Straße, genau dort, wo der Bierkeller der Brauerei Schäfer sich tief in den Berg hinein bohrte. Die Vermutung war, dass der Bierkeller wohl der Eingang zu diesem sagenumwogenen Gang zur Abtei nach Tholey war. Mönche waren immer schon gute Bierbrauer und so kann es gut sein, dass die Wurzeln der Schäfer-Brauerei genau dort im Kloster gewachsen sind. Die ersten 20-30 Meter des unterirdischen Ganges waren wohl erhalten und wurden zum Bierkeller ausgemauert. Der hintere Teil des Ganges in diesem Bereich war durch einen Erdrutsch des unteren Renders verschüttet worden.

Die Möglichkeit eines unterirdischen Ganges zur Abtei nach Tholey befasste nun auch die Geologen der Universität des Saarlandes. Die technischen Möglichkeiten, Hohlräume im Erdreich sichtbar zu machen, wurde seit den letzten Raumfahrtmissionen revoulutioniert. Studenten der Universität des Saarlandes führten unter der Leitung des Geologen, Walther Reinstein, Messungen aus einer Höhe von etwa 550 m durch. Die Ergebnisse waren selbst für Walther Reinstein verblüffend. Es gibt zusammenhängende Hohlräume die vom ehemaligen Kloster in Dirmingen, fast parallel zur alten Römerstraße, in einer Tiefe von etwa 15-20 Meter verlaufen. Die Ergebnisse wurden bisher noch nicht offziell veröffentlicht, jedoch habe ich die Bestätigung aus sicherer Quelle erhalten. Es sollen wohl im August dieses Jahres erste Grabungsarbeiten am Eingangsbereich in Dirmingen und an drei Zwischenstellen auf dem Weg nach Tholey durchgeführt werden. Man erhofft sich Erkenntnisse darüber, wie dieser mehrere hundert Jahre alte Gang entstanden ist. Klar ist, dass seine Bauzeit Jahrzehnte gedauert hat und so mancher Arbeiter kam sicherlich bei den Grabungsarbeiten um´s Leben. Die Tatsache, dass es diesen Gang nach Tholey nun wirklich gibt, wird den Tourismus in Dirmingen um einiges beleben.

Sollten die Grabungen den erwarteten Erfolg bringen, so sind von Seiten des Kulturverein Dirmingen und des hiesigen Heimat- und Verkehrsvereins, Einstiegstreppen und Mauthäuschen, ganz im früheren altrömischen Stil, geplant. Streitigkeiten wegen der Gebietsverwaltungsreform im Jahre 1974 können entstehen, da die Gemeinde Marpingen und die Gemeinde Tholey Ansprüche am Miteigentum des Mönchsganges geltend machen könnten. Nachweislich ist allerdings, dass zur Bauzeit der gesamte Tunnelbau auf Dirminger Bann lag. Dieser endete an der Abtei in Tholey. Erst das Gebiet des heutigen “Schaumberges” zählte damals zur Tholeyer Gemarkung. Im folgenden eine kleine Übersichtskarte auf Grundlage von Google Maps.

Quelle: Google Maps Mönchsgang wurde blau eingezeichnet.

Quelle: Google Maps
Mönchsgang wurde blau eingezeichnet.

Es ist zu erwarten, dass Dirmingen, wie in alter Zeit, aufblühen wird und so seine Vormachtstellung als touristische Hochburg im Illtal weiter ausbauen kann. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Eppelborn, Birgit Müller-Closset, erhofft sich, nach ersten Vorgesprächen, eine Steigerung der Gewerbesteuer durch Neuansiedlungen von Gewerbetreibenden entlang des Mönchsgangs. Gaukler, Händler und Fallensteller, sowie Taschendiebe, Blender und anderes Gesindel werden hier sicherlich ein hohes Bestreben zeigen, den Touristen den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen. Auch die Polizei hat angekündigt, eigens ausgebildete und im Stil von Räuber Hotzenplotz angezogene Streifen als Wegelagerer einzusetzen, um den Touristen die alte Mittelalterzeit nahe zu bringen.