Die persönlichen Picobello Tage

Immer wieder liest man im Amtsblatt über Verunreinigungen und Missstände in unserer schönen Gemeinde Eppelborn. Gerade wieder aktuell wird im Nachrichtenblatt der Zustand der Wassertretanlage in Dirmingen angeprangert.

Nicht besonders gut gepflegt - Wassertretanlage in Dirmingen

Nicht besonders gut gepflegt – Wassertretanlage in Dirmingen

Über die Wassertretanlage gab es wegen dem mangelhaften Pflegezustand schon einige Diskussionen, auch in den sozialen Netzwerken. Die Pflegezustände von öffentlichen Anlagen ist wirklich mittlerweile zu einem richtigen Problem geworden. Ein Problem, dass uns alle angeht. Nicht weit weg von der Dirminger Wassertretanlage befindet sich das einst wunderschöne und würdevolle Denkmal. Hier wurde seitens der Gemeinde auch keine Pflege mehr betrieben und so war es in 2014 in einem desolaten Zustand. Im Frühjahr 2014 haben dann ehrlose Verbrecher die metallenen Namenstafeln brachial aus der Wand gebrochen und entwendet, das Denkmal geschändet. Stellt sich hier die Frage, ob die Verbrecher dies auch getan hätten, wenn die Anlage gepflegt und in einem würdevollen Zustand gewesen wäre. Da wäre die Hemmschwelle sicher größer gewesen. Frei nach dem Motto…Wenn die Pflege dieser ehrwürdigen Stätte den Bürgern und der Gemeinde egal ist, warum sollen wir dann Rücksicht nehmen. Sicher rechtfertigt eine schlechte Pflege kein Verbrechen und ich hoffe, dass diese Diebe Ihre gerechte Strafe bekommen.

Waldweg für Wanderer wieder durchgängig gemacht. Ein persönlicher Picobello Tag.

Waldweg für Wanderer wieder durchgängig gemacht. Ein persönlicher Picobello Tag.

Gehen wir von der Wassertretanlage hinunter in das Tal, wo Illbach und Alsbach zusammenlaufen. Dort finden wir den Brühlpark. Einst als Zentrum der Ruhe und des Freizeitaufenthalts gedacht, ist er heute ebenfalls in einem schlechten Zustand. Er ist kaum gepflegt und die meisten Nutzer sind Hunde, die dort hin geführt werden um sich zu erleichtern. Dabei hat nicht jeder Hundehalter ein Tütchen dabei. Der Park ist für den normalen Bürger, sowie für unsere Kinder nicht mehr nutzbar und ist ein unsäglicher Schandfleck in Dirmingen. Über das “Büttelseck” möchte ich an dieser Stelle nicht mehr schreiben, aber man kann sich vorstellen, dass es dort nicht besser aussieht. Dabei stehen wir als Bürger alle in der Verantwortung. Das Schreien nach der Gemeinde geht schnell und ist einfach. Aber so einfach sollte man es sich nicht machen. Wir können sicher als einzelne Personen nicht die Wassertretanlage oder den Brühlpark pflegen. Das übersteigt unsere Möglichkeiten. Man sollte sich aber einmal Gedanken machen, vielleicht neue Wege zu gehen. Personengruppen könnten hier Patenschaften übernehmen. Die technische Ausrüstung für die Durchführung müsste der Bauhof stellen. Dort sind Geräte und Möglichkeiten vorhanden, um größere Flächen zu pflegen. Wir machen uns Gedanken über Städtebauliche Entwicklungen und wir haben noch nicht mal den Bestand im Griff. Erst mal das was wir haben, kontinuierlich in Ordnung halten, dann können wir planerisch in die Zukunft sehen. Wären solche vorgenannten Schandflecke in einem guten Pflegezustand, wäre ein großer Schritt in die Attraktivität und Schönheit unseres Ortes getan. Anderen Ortsteilen und Gemeinden geht es da nicht anders.

Rinne und Leitplanke gereinigt - Mein persönlicher Picobello Tag.

Rinne und Leitplanke gereinigt – Mein persönlicher Picobello Tag.

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag nicht über die oben aufgeführten Missstände schreiben, sondern eher darüber, dass ich übers Jahr hinweg immer wieder persönliche Picobello Tage einlege. Aber wenn ich am schreiben bin, fallen mir spontan Dinge ein, die ich dann auch einmal loswerden muss. Ach ja, meine persönlichen Picobello Tage. Immer wieder mache ich sporadisch kleine Aktionen, wo ich ein paar Stunden meiner Zeit opfere, um etwas zu pflegen und wieder in Funktion zu bringen. Es sind oftmals nur Kleinigkeiten. Im letzten Jahr war es, nur einmal als Beispiel, das Freischneiden des viel genutzten Waldpfades oberhalb der Fischerhütte. Dieser war zu gewuchert und meine Lebensgefährtin und meine Wenigkeit haben Ihn wieder begehbar gemacht. Vor etwa vierzehn Tagen habe ich in meiner Freizeit auf dem Höppesbüsch, gegenüber meinem Anwesen, eine etwa zwanzig Meter lange Regenrinne in mühsamer Kleinarbeit von starken Moos- und Grasbewuchs befreit und etwa fünfzehn Meter Leitplanke von Dreck und Schmutz gereinigt. Ich habe auch immer ein Auge auf die Gullys in meiner Wohnhausnähe. Die werden einmal im Jahr von einer Firma entleert. Trotzdem schaue ich ab und an, dass die Einsätze in den Gullys nicht verstopft sind. Auch für das Freihalten von Eis und Schnee bei den umliegenden Hydranten sorge ich. Kleine persönliche Picobello Tage. Es gibt aber noch mehr Bürger wie mich, die für die Allgemeinheit kostenfrei irgendetwas pflegen oder in Ordnung halten. Leider aber noch viel zu wenige. Es ist unser Dorf und jeder sollte auf die eine oder andere Art für etwas Verschönerung sorgen. So habe ich auch schon einmal einen Bürger beobachtet, der morgendlich mit seinem Hund Richtung Autobahn spazieren geht. Er hatte eine Tüte dabei und sammelte Weggeworfenes ein, um es dann zu Hause zu trennen und zu entsorgen. Auch ein Beitrag zu einer schöneren Umwelt. Es gibt viele Dinge im Kleinen, die in der Gesamtheit etwas Großes geben. Das ist wie in einem Puzzle. Man beginnt mit einem Teilchen, dann das nächste Teilchen und immer so weiter und irgendwann steht ein schönes Schloss oder eine schöne Landschaft da. Fangen wir an zu puzzeln in unserem Dorf. Einige Bürger sind ja schon fleißig dabei.

Tag der offenen Tür wurde gut besucht

Am ersten Wochenende im August fand der “Tag der offenen Tür” im Löschbezirk Dirmingen statt. Landläufig wird dazu auch “Feuerwehrfest” gesagt. Bei schönem Wetter kamen viele Besucher und Gäste nach Dirmingen an das Feuerwehrgerätehaus.

Umweltminister Reinhold Jost eröffnet den Tag der offenen Tür

Umweltminister Reinhold Jost eröffnet den Tag der offenen Tür

Bereits Freitags reisten die Kameraden aus der Partnerstadt Finsterwalde-Nehesdorf an. Sie wurden kurz nach Mittag herzlich von Hans-Werner Guthörl und Fred Bock, einem Alterswehrkameraden, in Empfang genommen. Der erste Stop der eingelegt wurde, war bei Stefan Schaefer, ebenfalls Mitglied der Feuerwehr in Dirmingen, der gerade mit seinem Mitarbeitern das zehnjährige Firmenjubiläum der Syko Sicherheitstechnik GmbH feierte. Hier waren die Freunde aus Nehesdorf zum Essen und Mitfeiern eingeladen. Am Nachmittag wurden noch andere Besuche in Dirmingen durchgeführt, bis man dann endlich am Gerätehaus in der Böllingerstraße an kam und dort freundlich aufgenommen und begrüßt wurde. Die Quartiere für das Feuerwehrwochenende wurden bezogen und danach gab es ein Essen für unsere Gäste. Die aktiven Wehrleute des LB Dirmingen waren noch mit dem Aufbau für den Tag der offenen Tür beschäftigt. Später besuchten die Freunde aus Finsterwalde mit einer kleinen Gruppe von Kameraden aus Dirmingen das “Alte Herren-Turnier” des Sportverein auf dem Belker. Dort waren unsere Gäste zu Flammkuchen eingeladen. Es wurde, zusammen mit den “Alten Herren”, ausgelassen gefeiert. Es wurde spät an diesem kurzweiligen Abend. Ein Dank geht hier an die Mitglieder des Sportvereins, die die Gäste aus Finsterwalde herzlich in Ihrer Mitte aufgenommen haben.

Fassanstich durch Umweltminister Reinhold Jost und Ortsvorsteher Manfred Klein

Fassanstich durch Umweltminister Reinhold Jost und Ortsvorsteher Manfred Klein

Samstagmorgen wurde dann ein leckeres Frühstück serviert und anschließend unternahmen die Freunde aus Finsterwalde, in Begleitung von Heino Molter, der zur Zeit den Löschbezirk führt, eine Fahrt nach Luxemburg. Währenddessen fanden am Gerätehaus noch die letzten Arbeiten für den Tag der offenen Tür statt. Am späten Nachmittag, als Bierstand und Küche geöffnet wurden, kamen unsere Feuerwehrkameraden aus Pfaffenthal in Luxemburg an. Wie in jedem Jahr begrüßten sich die Freunde aus Pfaffenthal und Dirmingen auf ‘s Herzlichste. Umweltminister Reinhold Jost war mit seiner Partnerin gekommen, um zusammen mit dem Ortsvorsteher, Manfred Klein, den Tag der offenen Tür zu eröffnen. Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset hatte an diesem Abend andere Verpflichtungen, sagte aber Ihr Kommen für den Sonntagnachmittag zu. Für einen echten Saarländer, wie Reinhold Jost einer ist, war der Fassanstich kein Problem und so floss nach den offiziellen Begrüßungsreden der goldgelbe Bitburgersaft in die Krüge und wurde unter den Gästen und Besuchern verteilt. Als Dank für die gute und engagierte Arbeit bei der Unwetterkatastrophe im Juni spendete der Minister noch zwei Fässer Bier für den Tag der offenen Tür. Ortsvorsteher Manfred Klein sagte ebenfalls ein Fass Bier zu. Beiden sei an dieser Stelle für die Unterstützung des Löschbezirk Dirmingen gedankt.

Die Kameraden und Freunde aus Luxemburg und Finsterwalde mit Alterswehrkamerad Günter Braun (rechts)

Die Kameraden und Freunde aus Luxemburg und Finsterwalde mit Alterswehrkamerad Günter Braun (rechts)

Viele Besucher waren am Samstag gekommen und es war eine gute Stimmung auf dem Festplatz. Bis spät in die Nacht wurde bei der Feuerwehr gefeiert und manches gute Gespräch geführt. Der Sonntag begann für die Feuerwehrkameraden schon morgens früh. Die Feldküche wurde von Hans-Werner Guthörl und Christa Köhl schon kurz nach 6 Uhr unter Dampf gesetzt, damit die Erbsensuppe auch pünktlich zum Mittagessen fertig ist. Rudi Spindler, die Nachtwache, konnte nun endlich nach Hause gehen und seinen wohlverdienten Schlaf finden. Frank Molter und sein Küchen-Team wurden auch schon sehr früh tätig. Um 10 Uhr wurde der Frühschoppen eröffnet. Der Bierstand wird nun schon seit ein paar Jahren von den Kameraden der RK-Illtal am Sonntagmorgen besetzt. Damit entlastet die Reservistenkameradschaft den Löschbezirk über die Mittagszeit. Vielen Dank für diese gute Unterstützung. Viele Bürger fanden den Weg an diesem Sonntag zur Feuerwehr. Wegen des hervorragenden Wetters konnte man den ganzen Tag draußen sitzen.

Viele Besucher kamen zu Ihrer Feuerwehr

Viele Besucher kamen zu Ihrer Feuerwehr

Wegen der zur Zeit schlechten Fuhrparklage des Löschbezirk Dirmingen, war eine angemessene Fahrzeug- und Technikschau in diesem Jahr nicht möglich. Die Fahrzeugschau wird im Jahr 2017 wieder stattfinden. Dann können die Bürger das neue HLF20 des Löschbezirk Dirmingen begutachten und sich seine Leistungsfähigkeit vorführen lassen. Dieses Fahrzeug ist zur Zeit in der Beschaffungsphase. Als flächenmäßig größter Löschbezirk, mit vielen Gefährdungspunkten und Brandlasten, wird dieses HLF20 einen großen Schritt nach vorne für die Sicherheit der Bürger und auch für die Sicherheit der Einsatzkräfte im Einsatzfall bedeuten.

Es ist ein Anliegen der Feuerwehrkameraden aus Dirmingen sich bei allen Gästen, Besuchern und Helfern zu bedanken. Uns hat es Spaß gemacht. Wir hoffen Euch auch. Anbei noch ein paar Impressionen in Bildern:

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