Mönchsgang nach Tholey existiert

So könnte der Gang von Dirmingen nach Tholey aussehen.

So könnte der Gang von Dirmingen nach Tholey aussehen.

Seit vielen Jahrzehnten gibt es in Dirmingen Gerüchte darüber, dass ein unterirdischer Gang vom ehemaligen Kloster in Dirmingen zur Abtei nach Tholey führt. In Dirmingen gab es das kleine Kloster, das wohl in der Nähe des Anwesens der Familie Schulz in der Lebacher Straße, hinter dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der seit 1992 geschlossenen Schäfer-Brauerei, lag. Unter dem Begriff „Kloschders“ wird diese bebaute Ecke auch heute noch im Mundartbereich geführt. Das große Kloster aber, lag auf der anderen Seite der Straße, genau dort, wo der Bierkeller der Brauerei Schäfer sich tief in den Berg hinein bohrte. Die Vermutung war, dass der Bierkeller wohl der Eingang zu diesem sagenumwogenen Gang zur Abtei nach Tholey war. Mönche waren immer schon gute Bierbrauer und so kann es gut sein, dass die Wurzeln der Schäfer-Brauerei genau dort im Kloster gewachsen sind. Die ersten 20-30 Meter des unterirdischen Ganges waren wohl erhalten und wurden zum Bierkeller ausgemauert. Der hintere Teil des Ganges in diesem Bereich war durch einen Erdrutsch des unteren Renders verschüttet worden.

Die Möglichkeit eines unterirdischen Ganges zur Abtei nach Tholey befasste nun auch die Geologen der Universität des Saarlandes. Die technischen Möglichkeiten, Hohlräume im Erdreich sichtbar zu machen, wurde seit den letzten Raumfahrtmissionen revoulutioniert. Studenten der Universität des Saarlandes führten unter der Leitung des Geologen, Walther Reinstein, Messungen aus einer Höhe von etwa 550 m durch. Die Ergebnisse waren selbst für Walther Reinstein verblüffend. Es gibt zusammenhängende Hohlräume die vom ehemaligen Kloster in Dirmingen, fast parallel zur alten Römerstraße, in einer Tiefe von etwa 15-20 Meter verlaufen. Die Ergebnisse wurden bisher noch nicht offziell veröffentlicht, jedoch habe ich die Bestätigung aus sicherer Quelle erhalten. Es sollen wohl im August dieses Jahres erste Grabungsarbeiten am Eingangsbereich in Dirmingen und an drei Zwischenstellen auf dem Weg nach Tholey durchgeführt werden. Man erhofft sich Erkenntnisse darüber, wie dieser mehrere hundert Jahre alte Gang entstanden ist. Klar ist, dass seine Bauzeit Jahrzehnte gedauert hat und so mancher Arbeiter kam sicherlich bei den Grabungsarbeiten um´s Leben. Die Tatsache, dass es diesen Gang nach Tholey nun wirklich gibt, wird den Tourismus in Dirmingen um einiges beleben.

Sollten die Grabungen den erwarteten Erfolg bringen, so sind von Seiten des Kulturverein Dirmingen und des hiesigen Heimat- und Verkehrsvereins, Einstiegstreppen und Mauthäuschen, ganz im früheren altrömischen Stil, geplant. Streitigkeiten wegen der Gebietsverwaltungsreform im Jahre 1974 können entstehen, da die Gemeinde Marpingen und die Gemeinde Tholey Ansprüche am Miteigentum des Mönchsganges geltend machen könnten. Nachweislich ist allerdings, dass zur Bauzeit der gesamte Tunnelbau auf Dirminger Bann lag. Dieser endete an der Abtei in Tholey. Erst das Gebiet des heutigen „Schaumberges“ zählte damals zur Tholeyer Gemarkung. Im folgenden eine kleine Übersichtskarte auf Grundlage von Google Maps.

Quelle: Google Maps Mönchsgang wurde blau eingezeichnet.

Quelle: Google Maps
Mönchsgang wurde blau eingezeichnet.

Es ist zu erwarten, dass Dirmingen, wie in alter Zeit, aufblühen wird und so seine Vormachtstellung als touristische Hochburg im Illtal weiter ausbauen kann. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Eppelborn, Birgit Müller-Closset, erhofft sich, nach ersten Vorgesprächen, eine Steigerung der Gewerbesteuer durch Neuansiedlungen von Gewerbetreibenden entlang des Mönchsgangs. Gaukler, Händler und Fallensteller, sowie Taschendiebe, Blender und anderes Gesindel werden hier sicherlich ein hohes Bestreben zeigen, den Touristen den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen. Auch die Polizei hat angekündigt, eigens ausgebildete und im Stil von Räuber Hotzenplotz angezogene Streifen als Wegelagerer einzusetzen, um den Touristen die alte Mittelalterzeit nahe zu bringen.

Dirminger Narren regierten in Berschweiler und Eppelborn

Dirminger Narren erstürmten am Samstagmorgen den Big-Eppel in Eppelborn und nachmittags die Strassen von Berschweiler. Großes Aufgebot der Dirminger Narren zeigte klare Präsens der „Derminga“ Bürger.

Am Faasendsamstag zog es viele Dirminger Bürger zur „Rathauserstürmung“ an den Big-Eppel. Man dachte über den Morgen hinaus, man wäre auf dem Derminga Waldfeschd oder dem Derminga Dorffeschd. Wie die Ameisen versammelten sich die „Derminga“, bereit den Big-Eppel zu erstürmen. Bei nur schwacher Gegenwehr gelang  dann schließlich problemlos die Eroberung. Eine gute Stimmung herrschte und gerade die Dirminger Narren hatten einen langen Tag vor sich. Viele der anwesenden Faasebooze zog es dann nachmittags zum Umzug nach Berschweiler. Eine wahre Völkerwanderung fand kurz nach Mittag in Richtung Berschweiler statt. Auch hier dominierten die „Derminga“ das Geschehen links und rechts der Straßen, sowie auch später in den Gaststätten. Gerade zu den Nachbarn aus Berschweiler besteht eine starke Bindung, denn in früherer Zeit waren Dirmingen und Berschweiler eine Einheit. Diese geht schon bis in die Zeit des Mittelalters zurück, als Berschweiler eine Meyerei von Dirmingen war. Es gibt in beiden Orten zwei christliche  Konfessionen, die gut miteinander harmonieren. Auch bei den Feuerwehren der beiden Orte herrscht eine gute Kameradschaft  und ein gutes miteinander. Eines ist jedoch in Berschweiler anders als in Dirmingen…

Der Narrenruf in Berschweiler ist „Allee Hopp“, der in Dirmingen „Hoppla Hopp“ 

 

Der frühere Muffländer

Muffländer – Bezeichnung für Saarländer außerhalb der Landesgrenzen. Der Ausdruck hat nichts mit „Muffigkeit“ oder gar Angst (Muffe) zu tun. Er stammt aus der Zeit zwischen der politischen Rückgliederung des Saarlandes (1. Januar 1957) und der wirtschaftlichen (5. August 1959, Tag X). Wehrtaugliche Saarländer konnten sich schon als Freiwillige zur Bundeswehr melden. Wenn diese dann zum Urlaub nach Hause fuhren, erhielten sie wie alle anderen Soldaten einen Freifahrtschein, den aber die Eisenbahnen des Saarlandes (EdS) nur dann akzeptierten, wenn darauf die Abkürzung „MUF“ (für Militär-UrlauberFahrkarte) aufgestempelt war. Die Nicht-Saarländer machten sich darüber lustig und bezeichneten zuerst die saarländischen Bundeswehr-Angehörigen und später die Saarländer generell als „Muffländer“.

Dirminger Ehrenmal geschändet

Es ist unfassbar. Unbekannte Verbrecher haben die Metalltafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten und Bürger, der beiden Weltkriege, aus Dirmingen am Ehrenmal auf dem Hundsberg, herausgebrochen und entwendet.

Das Denkmal in Dirmingen

Das Denkmal in Dirmingen

Dirminger Bürger haben am Freitag, dem 07. Februar 2014, diese schändliche Tat entdeckt und umgehend der Polizei gemeldet. Was treibt solche Verbrecher an, die letzten Erinnerungen an die Menschen, die für unser Deutschland im Krieg gefallen sind, oder die in der Heimat bei Bombenangriffen um´s Leben gekommen sind, zu zerstören und zu entwenden. Ich bin fassungslos, ja sogar wütend. Eine schändliche Tat, die unbedingt geahndet werden muss. Eine Entehrung einer solchen Stätte kann nicht geduldet werden und es muss alles daran gesetzt werden, diese Verbrecher dingfest zu machen. Wie weit sind wir in Deutschland gekommen, dass wir wegen dem Schrottwert von Metallen, solche Schändungen erleiden müssen. Dieses Ehrenmal steht aber nicht nur als Mahnmal für unsere eigenen Bürger, sondern steht auch Pate für alle in Europa und der Welt gefallenen Menschen und Opfer der beiden vergangenen Weltkriege. Egal welcher Nationalität.

Verbrecher haben die Tafeln entwendet

Verbrecher haben die Tafeln entwendet

Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Wer eine Beobachtung gemacht hat, oder etwas gehört hat, oder auch eine Vermutung hat, wer hinter dieser Straftat steckt, der wendet sich bitte an die Polizei.

Diese Tafeln haben für uns Dirminger Bürger einen hohen Wert, nicht materiell, aber in unserem Inneren. Ich selbst habe das Denkmal regelmäßig besucht, denn auf einer dieser Tafeln stand der Name meines Onkels  Oskar Neufang, der 1945 im Alter von nur 26 Jahren, am Ende des 2. Weltkrieges gefallen ist. Seine Ruhestätte ist auf dem Soldatenfriedhof in Costamano in Italien, die stete Erinnerung in der Heimat an Ihn war aber auf den Tafeln am Denkmal.  Ich hoffe, dass diese Täter gefasst und hart bestraft werden.

Brutal wurden die Tafeln aus der Halterung gebrochen.

Brutal wurden die Tafeln aus der Halterung gebrochen.

Trauer und Wut sind die Gefühle beim Anblick einer solchen Schändung.

Trauer und Wut sind die Gefühle beim Anblick einer solchen Schändung.

 

So sahen die Tafeln vor der Schändung und Zerstörung aus.

So sahen die Tafeln vor der Schändung und Zerstörung aus.

Waldfeschd auch in 2014

Viele Besucher beim Waldfeschd 2013

Viele Besucher beim Waldfeschd 2013

Wie aus Kreisen des Kulturverein Dirmingen zu hören ist, findet nach dem guten Start 2013, auch wieder ein Waldfest im Jahr 2014 am Waldparkplatz an der „Schönen Aussicht“ statt. Turnusgemäß wäre in diesem Jahr das Folxfeschd an der Reihe. Jedoch entschloss sich der Vorstand des Kulturvereins zum Waldfeschd in diesem Jahr. Dies schafft die nötige Zeit, den Turnus der Veranstaltungen „Folxfeschd“ und „Waldfeschd“ neu zu überdenken und für die Zukunft zu planen. Das Folxfeschd wird aber nicht ad acta gelegt, sondern soll auch zukünftig seinen festen Platz in der Dirminger Kulturlandschaft haben. Der Termin für das Waldfeschd wurde auf den 05. und 06. Juli gelegt.

 

Fleissige Helfer beim Waldfeschd 2013

Fleissige Helfer beim Waldfeschd 2013

Im Jahre 2013 fand nach über vier Jahrzehnten erstmals wieder ein Waldfest in Dirmingen statt. Der hohe Zuspruch aus der Bevölkerung, auch aus anderen Ortsteilen und Gemeinden, zeigte, dass die Menschen diese Art des Festes, inmitten einer sehr schönen Naturlandschaft, gerne annehmen. Allerdings müssen auch im Jahr 2014 wieder alle Kräfte gebündelt werden, um dieses große Waldfest zu bewältigen. Der Kulturverein setzt auf die tatkräftige Unterstützung aus der Dirminger Vereinslandschaft, sowie auch auf die Tatkraft von Menschen, die diese Sache für Dirmingen mittragen wollen.