Die Hoffnung des neuen Jahres 2016

Wieder ist es geschafft. Der stressige Endspurt im Dezember, quer über die Weihnachtszeit, bis hin zum ersehnten Ende des Jahres. Wir wünschen einen guten Rutsch und viel Glück, Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr.

Dieses neue Jahr heißt diesmal 2016. Bei starkem Nebel konnte man, genau wie im letzten Jahr, von der Silvesterknallnacht nicht all zuviel sehen. Im Fernsehen kam den ganzen Abend leichte Kost mit Klamauck und viel Musik. Die Menschen sollten losgelöst von all Ihren Sorgen und Nöten den Sprung hinein in das neue Jahr erleben. Das eine oder andere Bier oder Glas Sekt unterstützte das Vergessen.

Das vergangene Jahr war ein bewegtes Jahr. Kriege, Millionen von Menschen auf der Flucht. Terroranschläge und Terrorwarnungen übersähten die Medien. Man hat das Gefühl, dass sich da was verändert. Es ist ein Problem am Entstehen, welches die Welt verändern wird. Deutschland, einst mit einer Bundeswehr ausgerüstet, die für den V-Fall eingerichtet war, übernimmt mittlerweile immer mehr Aufgaben, die mit dem verteidigen des deutschen Bodens nichts mehr zu tun haben. Wir nehmen aktiv an Kriegen teil. Etwas was wir nicht mehr wollten, aber als 80 Millionen Volk, mitten in Europa, kann man sich nicht mehr ausschließen. Das Scheckbuch reicht nicht mehr, um sich gegenüber den anderen Völkern frei zu kaufen. Särge mit toten Kameraden kommen zurück in die Heimat.

Überall auf der Welt brodelt es. Ob uns der Frieden in Deutschland noch lange erhalten bleibt ? Diese Frage stellt sich mir immer wieder und ich habe keine richtige Antwort darauf. Je mehr Menschen aus Ihrer Heimat vertrieben werden, je mehr Probleme wird es geben. Die Machtspiele sind voll im Gange. Die Nato bzw. der Westen will die Erweiterung in Richtung Ukraine und Osteuropa. Putin im Gegenzug annektiert die Krim um zu zeigen, dass Russland sich nicht alles gefallen lässt. Dabei soll Russland wieder als Buhmann dastehen. Das alte Lied, der Westen gut, der Osten schlecht. Das erinnert mich wieder an den Film Rocky IV, wo der gute Silvester Stallone gegen den russischen Bösewicht Ivan Drako im Ring antritt und ohne Regeln boxt…und natürlich gewinnt.

Auch gibt es immer wieder Parallelen, wenn man Darth Wader im Krieg der Sterne Epos ansieht. Sieht der Vater von Luke Skywalker nicht den Schergen aus der NS-Zeit in Deutschland sehr ähnlich ? Verführt von der dunklen Seite der Macht. Gerade jetzt in Krisenzeiten merkt man, dass das hoch gepriesene Europa noch lange nicht funktioniert. Europa hat noch keine Einheit und spricht nicht mit der gleichen Stimme. Zuviele nationale Gesetze und Interessen verhindern dass. Wir haben zwar den gemeinsamen Euro, aber noch lange kein gemeinsames europäisches Denken und Handeln.

Schauen wir uns mal den Frieden in unseren Herzen an. Wer kann von sich sagen, dass er das vergangene Jahr 2015 in Zufriedenheit, Glück und ohne Sorgen und Nöten, mit Frieden im Herzen erlebt hat ? Kaum einer, Einzelfälle vielleicht. Die Menschen haben Angst im Herzen. Angst wegen der angespannten Situation in der Welt. Angst um den Arbeitsplatz. Angst um die Zukunft unserer Kinder. Ängste haben das Jahr 2015 geprägt und nun soll das neue Jahr 2016 alles richten ? Das ist ein schönes Märchen, ein Irrglauben. Wir sollten die Unbeschwertheit des Silvesterabends genießen. Mit Freunden, Verwandten und Bekannten feiern und die wenigen Stunden bis zum Jahresende ausgelassen erleben. Am 1. Januar, Neujahr, ist alles vorbei. Wenn der Kater davon gestreunt ist, kommt spätestens am 2. Januar der Ernst des Lebens zurück.

Alle Vorsätze für das neue Jahr 2016 haben nicht lange Bestand. Die 15 Kilo die man vielleicht abnehmen will, oder das Aufhören mit dem Rauchen. Wenn der Alltag uns wieder hat, fallen wir wieder in die alten Gewohnheiten. Ich höre gerade die Nachrichten im Radio und ich muss feststellen, dass sich nichts verändert hat. Die Magie des neuen Jahres hat keine Kraft und zerschellt am Alltag und der Realität.

Trotzdem wünsche ich allen Menschen auf der Welt, vor allem Frieden und keinen Hunger und Not erleiden zu müssen. Das wäre mein persönlicher Wunsch für das Jahr 2016. Das es eine Illusion ist, weiß ich aber selbst. Die Menschheit ist noch nicht soweit. Solange Macht, Gier und Neid regieren, haben die guten Wünsche zu wenig Kraft. Wer ein frohes neues Jahr 2016 hat, dem gönne ich es von ganzem Herzen.

Hans-Werner Guthörl, Redaktion www.dirmingen.eu

“Brisant” Konzert mit HEG & MAC im Schloss Buseck

Am Freitag, dem 18. Dezember um 20 Uhr gab es im Schloss Buseck in Calmesweiler ein Event der besonderen Art. Die relativ neu formierte Gruppe HEG & MAC musizierten bei vollbesetztem Saal.

HEG & MACHEG & MAC, dahinter verbergen sich Musiker, die schon lange zusammen musizieren. Gerd Wagner, Hans-Jürgen Johann und Manfred Gabler. Alle drei waren Mitglieder der legendären Gruppe Rastlos aus Dirmingen. In Verbindung mit dem Kulturamt der Gemeinde Eppelborn wurde das Konzert “Brisant” vorbereitet. Die Karten waren schnell verkauft und so stand auf dem Plakat an der geplanten Abendkasse “Ausverkauft”. Die Konzertbesucher fanden sich früh ein und so konnte pünktlich begonnen werden. Schwere musikalische Kost musste verdaut werden, denn es gab Lieder, welche die schlimme Situation zur Zeit in der Welt anprangerten. Dabei war die Sinnlosigkeit von Kriegen, die Situation der vertriebenen Menschen dieser Erde genau so Thema, wie auch die Umweltverschmutzung und die ungerechte Verteilung der Güter dieser unserer Erde.

20151218_222727Die Konzertbesucher lauschten nachdenklich den Texten der Musiker. Es gab neben eigenen Kompositionen, auch Lieder bekannter Interpreten. Aber nicht nur schwere Kost wurde dargeboten. Auch Lieder, die die Stimmung wieder etwas aufhellten. Bis 22:30 Uhr spielte und sang das Trio. Dazwischen war nur eine kurze Pause. Nach zwei Zugabeliedern endete das “brisante” Konzert. Es wurde sich noch mit den Musikern unterhalten und dann ging man seinen Weg nach Hause. Es war ein sehr gutes Konzert und man wird wohl von Heg & Mac, den Musikern over der 60, noch einiges hören.

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