50 Jahre Jugendfeuerwehr Dirmingen

Es war im Jahre 1965 als aktive Feuerwehrmänner, darunter Werner Kraß und Günter Braun, in die Grundschulen gingen, um Jugendliche für die Gründung einer Jugendfeuerwehr zu gewinnen.

Jugendwart Guido Kuhn bei der Brandschutzerziehung im Kindergarten

Jugendwart Guido Kuhn bei der Brandschutzerziehung im Kindergarten

Spontan meldete sich eine Gruppe Schüler und so wurde die Jugendfeuerwehr Dirmingen gegründet. Die Jugendbetreuer/Jugendwarte waren Werner Kraß und Günter Braun. Mit sehr viel Engagement und einem großen Herz hatten die beiden aktiven Feuerwehrmänner immer ein gutes Händchen, wenn es um die Belange der Jugendfeuerwehr ging. Sie leisteten eine gute Arbeit und den Jugendlichen machte Jugendfeuerwehr richtig Spaß. Damals durften nur Jungs in die Feuerwehr und man musste 12 Jahre alt sein. Werner Kraß und Günter Braun waren über 25 Jahre die Jugendwarte in Dirmingen. Ab 1990 übernahm Guido Kuhn, ebenfalls ein engagierter Feuerwehrmann aus den Reihen der aktiven Wehr in Dirmingen, die Jugendwehr und führte die Arbeit seiner Vorgänger vorerst bis 1993 weiter. Dann musste er aus beruflichen Gründen eine zweijährige Pause einlegen, die von Erwin Gerstner im ersten Jahr und Thorsten Fuchs im zweiten Jahr, überbrückt wurde.

40 Jahre Jugendfeuerwehr - Infotag in der Dorfmitte.

40 Jahre Jugendfeuerwehr – Infotag in der Dorfmitte.

1995 übernahm Guido Kuhn dann wieder die Jugendfeuerwehr und ist bis heute der Jugendwart im Löschbezirk Dirmingen. Seit einiger Zeit findet er eine sehr gute Unterstützung in Marina Haupenthal, ebenfalls eine aktive Feuerwehrfrau in Dirmingen. Das Bild der Jugendfeuerwehr hat sich allerdings gewandelt. Heute ist das Eintrittsalter auf 8 Jahre gesenkt und es dürfen auch Mädchen in die Jugendfeuerwehr. So ist es in heutiger Zeit zwingend notwendig, einen weiblichen und einen männlichen Betreuer zu haben. Auch das Übungsbild hat sich verändert. Mit 8-jährigen Kindern muss man andere Übungen und Ausbildungen machen, als mit den 12-15 jährigen Jugendlichen. Nach nunmehr ebenfalls 25 Jahre Jugendarbeit möchte Guido Kuhn Ende des Jahres 2015 das zeitintensive Amt des Jugendwartes an jüngere Wehrleute abgeben.

Jugendfeuerwehr Dirmingen erhält 2013 am Feuerwehrfest neue Regenjacken.

Jugendfeuerwehr Dirmingen erhält 2013 am Feuerwehrfest neue Regenjacken.

Vorher wird aber noch zünftig gefeiert. Am ersten Augustwochenende findet in Dirmingen der “Tag der offenen Tür” statt. Der Samstag steht im Zeichen von “50 Jahre Jugendfeuerwehr Dirmingen”. Es findet um 16 Uhr, in der Dorfmitte von Dirmingen, eine Jugendfeuerwehrübung auf Gemeindeebene statt. Hier kann der interessierte Bürger Jugendfeuerwehr sehen und erleben. Die Jugendlichen sind die zukünftigen Männer und Frauen, die in ehrenamtlichem Engagement, für die Sicherheit unserer Bürger sorgen. Jugendarbeit ist eines der wichtigsten Standbeine der Feuerwehr und natürlich auch aller anderen Vereine. Keine Jugendarbeit, keine Zukunft ! Es wäre eine tolle Sache, wenn möglichst viele Bürger aus der gesamten Gemeinde Eppelborn zu dieser Übung nach Dirmingen kommen würden. Das spornt die Jugendfeuerwehrleute an, denn es ist eine gute Sache, wenn Ehrenamt durch Interessebekundung der Bürger und Bevölkerung, auf diese Weise belohnt wird.

Jugendfeuerwehr in AktionIm Anschluß, wenn die Übung beendet und “Wasser Halt” befohlen wurde, wird mit musikalischer Begleitung zum Gerätehaus in die Böllingerstraße marschiert. Dort gibt es für die jungen Feuerwehrleute ein Imbiss und etwas Kühles zu trinken. Aber auch für die anwesenden Bürger und Gäste ist mit Speis und Trank gesorgt. Der Löschbezirk Dirmingen lädt alle Bürger aus aus nah und fern ein, sich über die Arbeit der Feuerwehr zu informieren und mit anderen netten Menschen ein paar schöne Stunden im und am Feuerwehrgerätehaus Dirmingen zu verbringen.

50 Jahre Jugendfeuerwehr Dirmingen – unsere Zukunft, unsere Sicherheit – Einer für alle, alle für Einen.

 

Gedenktafeln wurden montiert

Nachdem im Frühjahr 2014 die Gedenktafen, am Denkmal auf dem Hundsberg, mit den Namen der gefallenen Soldaten und der durch Bombenangriffe getöteten Bürger aus Dirmingen brachial abgerissen und entwendet wurden, stand die Frage im Raum, wie die Ehrung der Toten aus den beiden letzten Weltkriegen nun zukünftig gestaltet werden könnte.

IMG-20150701-WA0003Das es neue Gedenktafeln geben müsste, war allen Beteiligten klar. Aber wo sollten diese wieder montiert werden ? Man entschied sich für die Friedhofshalle. Hier sind die Namen unserer Bürger aus Dirmingen gut aufgehoben, direkt in Nachbarschaft anderer Namen von Verstorbenen aus unserem Gemeindebezirk. Nun war es in den letzten Tagen soweit und die Tafeln wurden im Eingangsbereich der Friedhofshalle, auf der rechten Seite, montiert. Ein weiteres Ziel ist, dass im Außenbereich der Friedhofshalle noch ein Gedenkstein gesetzt wird. Dann haben unsere getöteten Bürger wieder einen Platz, an dem man Ihnen gedenken kann. Es gibt in Dirmingen wohl kaum eine Familie, die keinen Namen eines Verwandten auf den Tafeln stehen hat. Daran sieht man das Ausmaß der beiden Weltkriege. Dirmingen war ein Dorf von vielen anderen Dörfern in Deutschland und es hatte viele Tote zu beklagen. Geht man zu den Tafeln, dann erkennt man, das die meisten der Toten noch sehr jung waren und viele das 25. Lebensjahr nicht erreicht haben, manche das 20. Lebensjahr nicht.