Dirminger Narren regierten in Berschweiler und Eppelborn

Dirminger Narren erstürmten am Samstagmorgen den Big-Eppel in Eppelborn und nachmittags die Strassen von Berschweiler. Großes Aufgebot der Dirminger Narren zeigte klare Präsens der “Derminga” Bürger.

Am Faasendsamstag zog es viele Dirminger Bürger zur “Rathauserstürmung” an den Big-Eppel. Man dachte über den Morgen hinaus, man wäre auf dem Derminga Waldfeschd oder dem Derminga Dorffeschd. Wie die Ameisen versammelten sich die “Derminga”, bereit den Big-Eppel zu erstürmen. Bei nur schwacher Gegenwehr gelang  dann schließlich problemlos die Eroberung. Eine gute Stimmung herrschte und gerade die Dirminger Narren hatten einen langen Tag vor sich. Viele der anwesenden Faasebooze zog es dann nachmittags zum Umzug nach Berschweiler. Eine wahre Völkerwanderung fand kurz nach Mittag in Richtung Berschweiler statt. Auch hier dominierten die “Derminga” das Geschehen links und rechts der Straßen, sowie auch später in den Gaststätten. Gerade zu den Nachbarn aus Berschweiler besteht eine starke Bindung, denn in früherer Zeit waren Dirmingen und Berschweiler eine Einheit. Diese geht schon bis in die Zeit des Mittelalters zurück, als Berschweiler eine Meyerei von Dirmingen war. Es gibt in beiden Orten zwei christliche  Konfessionen, die gut miteinander harmonieren. Auch bei den Feuerwehren der beiden Orte herrscht eine gute Kameradschaft  und ein gutes miteinander. Eines ist jedoch in Berschweiler anders als in Dirmingen…

Der Narrenruf in Berschweiler ist “Allee Hopp”, der in Dirmingen “Hoppla Hopp” 

 

Der frühere Muffländer

Muffländer – Bezeichnung für Saarländer außerhalb der Landesgrenzen. Der Ausdruck hat nichts mit “Muffigkeit” oder gar Angst (Muffe) zu tun. Er stammt aus der Zeit zwischen der politischen Rückgliederung des Saarlandes (1. Januar 1957) und der wirtschaftlichen (5. August 1959, Tag X). Wehrtaugliche Saarländer konnten sich schon als Freiwillige zur Bundeswehr melden.

Wenn diese dann zum Urlaub nach Hause fuhren, erhielten sie wie alle anderen Soldaten einen Freifahrtschein, den aber die Eisenbahnen des Saarlandes (EdS) nur dann akzeptierten, wenn darauf die Abkürzung “MUF” (für Militär-UrlauberFahrkarte) aufgestempelt war. Die Nicht-Saarländer machten sich darüber lustig und bezeichneten zuerst die saarländischen Bundeswehr-Angehörigen und später die Saarländer generell als “Muffländer”.