600 km mit dem Rad zum Feuerwehrfest nach Dirmingen

Ines und Christoph sind 600 km weit gerasdelt, um zum Feuerwehrfest zu kommen.

Ines und Christoph sind 600 km weit gerasdelt, um zum Feuerwehrfest zu kommen.

Eine Freundschaft der besonderen Art verbindet die Feuerwehrkameraden aus Finsterwalde-Nehesdorf mit dem Löschbezirk Dirmingen. In jedem Jahr kommen die Kameraden und Kameradinnen aus Finsterwalde zu Besuch zum Feuerwehrfest nach Dirmingen und im September startet der Gegenbesuch aus dem Saarland in Richtung Finsterwalde. Eine Freundschaft, Ost mit West, West mit Ost, die schon über 20 Jahre hält. Eine Freundschaft, deren Herzlichkeit ein Vorbild für uns alle sein sollte. Über viele Jahre hinweg sind persönliche Freundschaften und Kontakte unter uns Feuerwehrleuten entstanden. Ich bin sehr stolz darauf diese Menschen meine Freunde nennen zu dürfen. Auch in diesem Jahr besuchten uns die Kameraden aus Nehesdorf und wir durften viele schöne Stunden miteinander verbringen.

 

Am Rheinfall von Schaffhausen.

Am Rheinfall von Schaffhausen.

Eine besondere Freundin ist Ines Böhmchen. Sie kommt schon sehr viele Jahre nach Dirmingen zu ihren Feuerwehrkameraden. Eigentlich schon, als sie noch Jugendfeuerwehrfrau war. Seid dieser Zeit kenne ich die hübsche, intelligente, weltoffene Ergotherapeutin, die in der Nähe von München lebt und arbeitet. Beruflich hat es Sie von Finsterwalde nach München verschlagen, wo Sie ihren Freund Christoph Ruser kennenlernte. Beide arbeiten im selben Pflegeheim und fahren gerne Fahrrad. So hatten die Beiden beschlossen, im Jahre 2013 von München über die Schweiz und Frankreich nach Deutschland zu radeln und dort zum Feuerwehrfest nach Dirmingen zu kommen.

Die Fahrräder wurden sorgfältig gepackt und der erste Step sollte per Bahn überwunden werden. Von Weichs, etwas nördlich von München, fuhren sie mit der Bahn nach Konstanz am Bodensee. Dort checkten sie aus um ihre geplante Fahrradtour zu beginnen. Zuerst schauten Ines und Christoph sich Konstanz an und begaben sich dann in die Schweiz. Das war etwa 9 Tage vor dem Feuerwehrfest in Dirmingen. Nach einem wunderschönen Aufenthalt in der Schweiz fuhren sie weiter nach Frankreich um dann letztendlich nach etwa 9 Tagen das Saarland zu erreichen. Hier in Dirmingen war bereits am Mittwoch vor dem Feuerwehrfest die Betten für die beiden Radler frisch bezogen. Die Freude war groß, als sie endlich ankamen. Wir verlebten zwei sehr schöne Tage miteinander, bevor es Richtung Feuerwehrfestwochenende ging.

Eine Rast mus auch mal sein, denn der Magen muss gefüllet sein ;-)

Eine Rast mus auch mal sein, denn der Magen muss gefüllet sein 😉

Rund 600 km sind die Beiden mit dem Fahrrad gefahren, um nach Dirmingen zum Tag der offenen Tür des Löschbezirk Dirmingen zu kommen. Eine reife Leistung finde ich. Das Wochenende war sehr schön und Ines traf Ihre Freunde aus der Heimat Finsterwalde wieder. Aber wie alle schönen Dinge im Leben ging auch das Wochenende vorbei und am Montag hieß es Abschied nehmen. Ein langer Weg mit der Bahn nach Weichs in Bayern lag vor den beiden Radlern. Sie sind gesund und wohlbehalten dort angekommen. Die Gedanken an die schöne Zeit lassen mich auch heute noch nicht richtig zur Ruhe kommen. Liebe Freunde von der Feuerwehr aus Finsterwalde. Ihr habt meinen Respekt und ich ziehe meinen Hut vor euch. Wir können noch viel von Euch lernen…

Untertage-Mannschaftstransportwagen für Dirmingen

Pressemitteilung des Heimat- und Verkehrsvereins Dirmingen vom 09. April 2013

Dirmingen erhält einen Untertage – Mannschaftstransportwagen aus dem Bergwerk Saar

Dieser Personentransportwagen mit der Nummer „18“ aus dem Bergwerk  5403       Saar wird Dirmingen von der RAG als Bergbau – Relikt geschenkt.

Dieser Personentransportwagen mit der Nummer „18“ aus dem Bergwerk
 Saar wird Dirmingen von der RAG als Bergbau – Relikt geschenkt.

Schneller als erwartet haben die Bemühungen des Heimat- und Verkehrsvereins Dirmingen in Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Manfred Klein, der Gemeinde Eppelborn und der RAG Erfolg gehabt: Dirmingen erhält als Erinnerungsstück an die Bergbautradition in unserem Heimatort einen Personentransportwagen, der im Bergwerk Saar untertage für den Transport der Bergleute eingesetzt war. Am vergangenen Freitag, dem 05. April, konnte eine Delegation des Heimat- und Verkehrsvereins mit Ernst Lutz, Hans Baltes und Reiner Kiefer, Aloysius Scholtes von der Gemeinde Eppelborn, Ortsratsmitglied Michael Polotzek und Ortsvorsteher Manfred Klein auf Einladung der RAG auf dem Gelände des Bergwerk Saar in Ensdorf mögliche Objekte in Augenschein nehmen. Felix Schario von der RAG begrüßte uns herzlich und führte uns über das weitläufige Betriebsgelände des Bergwerks Saar. Zunächst war angedacht worden, eine Kohlenlore aus dem Untertagebetrieb des Bergwerks für Dirmingen auszusuchen. Mehrere Objekte standen auf dem Werksgelände zur Auswahl und wurden von uns kritisch begutachtet. Schließlich fiel das Augenmerk aber auf einen Mannschaftstransportwagen, der untertage für den Personentransport eingesetzt wurde. Die Dirminger Delegation war sich schnell einig, so dass wir nicht lange überlegen mussten. Die RAG gab in der Person von Felix Schario auch grünes Licht, so dass wir jetzt stolz verkünden können: Dirmingen wird ein besonderes Erinnerungsstück aus dem Bergwerk Saar erhalten, das in unserem Heimatort aufgestellt werden wird. Der Personenbegleitwagen, so die offizielle Bezeichnung, bot untertage Platz für 8 Bergleute auf ihrem Weg vom Schacht zu den Flözen “vor Ort”. Sie bildeten das Rückgrat des Personentransportes untertage und wurden auch für den Transport von Verletzten verwendet.

v.l.n.r.: Ortsvorsteher Manfred Klein, Aloysius Scholtes  5402       (Gemeinde Eppelborn), Ernst Lutz (HVV), Michael Polotzek (Ortsrat),                 Hans Baltes (HVV)  und Felix Schario vom Bergwerk Saar in Ensdorf

v.l.n.r.: Ortsvorsteher Manfred Klein, Aloysius Scholtes
 (Gemeinde Eppelborn), Ernst Lutz (HVV), Michael Polotzek (Ortsrat),
Hans Baltes (HVV) und Felix Schario vom Bergwerk Saar in Ensdorf

Der für Dirmingen vorgesehene Wagen trägt die Nummer “18” und befindet sich in einem hervorragenden Zustand, so dass auf eine Restaurierung nach dem Urteil der Experten Manfred Klein und Michael Polotzek, beides erfahrene Bergmänner, verzichtet werden kann. Neben dem eigentlichen Transportwagen stellt die RAG auch mehrere Meter Original – Schienen aus dem Untertagebetrieb zur Verfügung. Den erfolgreichen Ausflug nach Ensdorf feierten die Dirminger anschließend mit einem kleinen Umtrunk in der Kaffeküche des Bergwerks Saar. In den nächsten Wochen sollen nun die weiteren Schritte wie die Transportfrage, die Klärung der endgültigen Aufstellfläche bzw. die notwendigen Bauarbeiten besprochen und geklärt werden. Ein Projekt jedenfalls, bei dem auf Initiative des Heimat- und Verkehrsvereins Dirmingen alle „an einem Strang gezogen“ haben. Dafür vorab an alle Beteiligten ein herzliches Dankeschön und “Glück auf!”.