Dirminger Narren regierten in Berschweiler und Eppelborn

Dirminger Narren erstürmten am Samstagmorgen den Big-Eppel in Eppelborn und nachmittags die Strassen von Berschweiler. Großes Aufgebot der Dirminger Narren zeigte klare Präsens der “Derminga” Bürger.

Am Faasendsamstag zog es viele Dirminger Bürger zur “Rathauserstürmung” an den Big-Eppel. Man dachte über den Morgen hinaus, man wäre auf dem Derminga Waldfeschd oder dem Derminga Dorffeschd. Wie die Ameisen versammelten sich die “Derminga”, bereit den Big-Eppel zu erstürmen. Bei nur schwacher Gegenwehr gelang  dann schließlich problemlos die Eroberung. Eine gute Stimmung herrschte und gerade die Dirminger Narren hatten einen langen Tag vor sich. Viele der anwesenden Faasebooze zog es dann nachmittags zum Umzug nach Berschweiler. Eine wahre Völkerwanderung fand kurz nach Mittag in Richtung Berschweiler statt. Auch hier dominierten die “Derminga” das Geschehen links und rechts der Straßen, sowie auch später in den Gaststätten. Gerade zu den Nachbarn aus Berschweiler besteht eine starke Bindung, denn in früherer Zeit waren Dirmingen und Berschweiler eine Einheit. Diese geht schon bis in die Zeit des Mittelalters zurück, als Berschweiler eine Meyerei von Dirmingen war. Es gibt in beiden Orten zwei christliche  Konfessionen, die gut miteinander harmonieren. Auch bei den Feuerwehren der beiden Orte herrscht eine gute Kameradschaft  und ein gutes miteinander. Eines ist jedoch in Berschweiler anders als in Dirmingen…

Der Narrenruf in Berschweiler ist “Allee Hopp”, der in Dirmingen “Hoppla Hopp” 

 

Dirminger Ehrenmal geschändet

Es ist unfassbar. Unbekannte Verbrecher haben die Metalltafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten und Bürger, der beiden Weltkriege, aus Dirmingen am Ehrenmal auf dem Hundsberg, herausgebrochen und entwendet.

Das Denkmal in Dirmingen

Das Denkmal in Dirmingen

Dirminger Bürger haben am Freitag, dem 07. Februar 2014, diese schändliche Tat entdeckt und umgehend der Polizei gemeldet. Was treibt solche Verbrecher an, die letzten Erinnerungen an die Menschen, die für unser Deutschland im Krieg gefallen sind, oder die in der Heimat bei Bombenangriffen um´s Leben gekommen sind, zu zerstören und zu entwenden. Ich bin fassungslos, ja sogar wütend. Eine schändliche Tat, die unbedingt geahndet werden muss. Eine Entehrung einer solchen Stätte kann nicht geduldet werden und es muss alles daran gesetzt werden, diese Verbrecher dingfest zu machen. Wie weit sind wir in Deutschland gekommen, dass wir wegen dem Schrottwert von Metallen, solche Schändungen erleiden müssen. Dieses Ehrenmal steht aber nicht nur als Mahnmal für unsere eigenen Bürger, sondern steht auch Pate für alle in Europa und der Welt gefallenen Menschen und Opfer der beiden vergangenen Weltkriege. Egal welcher Nationalität.

Verbrecher haben die Tafeln entwendet

Verbrecher haben die Tafeln entwendet

Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Wer eine Beobachtung gemacht hat, oder etwas gehört hat, oder auch eine Vermutung hat, wer hinter dieser Straftat steckt, der wendet sich bitte an die Polizei.

Diese Tafeln haben für uns Dirminger Bürger einen hohen Wert, nicht materiell, aber in unserem Inneren. Ich selbst habe das Denkmal regelmäßig besucht, denn auf einer dieser Tafeln stand der Name meines Onkels  Oskar Neufang, der 1945 im Alter von nur 26 Jahren, am Ende des 2. Weltkrieges gefallen ist. Seine Ruhestätte ist auf dem Soldatenfriedhof in Costamano in Italien, die stete Erinnerung in der Heimat an Ihn war aber auf den Tafeln am Denkmal.  Ich hoffe, dass diese Täter gefasst und hart bestraft werden.

Brutal wurden die Tafeln aus der Halterung gebrochen.

Brutal wurden die Tafeln aus der Halterung gebrochen.

Trauer und Wut sind die Gefühle beim Anblick einer solchen Schändung.

Trauer und Wut sind die Gefühle beim Anblick einer solchen Schändung.

 

So sahen die Tafeln vor der Schändung und Zerstörung aus.

So sahen die Tafeln vor der Schändung und Zerstörung aus.

Waldfeschd auch in 2014

Viele Besucher beim Waldfeschd 2013

Viele Besucher beim Waldfeschd 2013

Wie aus Kreisen des Kulturverein Dirmingen zu hören ist, findet nach dem guten Start 2013, auch wieder ein Waldfest im Jahr 2014 am Waldparkplatz an der “Schönen Aussicht” statt. Turnusgemäß wäre in diesem Jahr das Folxfeschd an der Reihe. Jedoch entschloss sich der Vorstand des Kulturvereins zum Waldfeschd in diesem Jahr. Dies schafft die nötige Zeit, den Turnus der Veranstaltungen “Folxfeschd” und “Waldfeschd” neu zu überdenken und für die Zukunft zu planen. Das Folxfeschd wird aber nicht ad acta gelegt, sondern soll auch zukünftig seinen festen Platz in der Dirminger Kulturlandschaft haben. Der Termin für das Waldfeschd wurde auf den 05. und 06. Juli gelegt.

 

Fleissige Helfer beim Waldfeschd 2013

Fleissige Helfer beim Waldfeschd 2013

Im Jahre 2013 fand nach über vier Jahrzehnten erstmals wieder ein Waldfest in Dirmingen statt. Der hohe Zuspruch aus der Bevölkerung, auch aus anderen Ortsteilen und Gemeinden, zeigte, dass die Menschen diese Art des Festes, inmitten einer sehr schönen Naturlandschaft, gerne annehmen. Allerdings müssen auch im Jahr 2014 wieder alle Kräfte gebündelt werden, um dieses große Waldfest zu bewältigen. Der Kulturverein setzt auf die tatkräftige Unterstützung aus der Dirminger Vereinslandschaft, sowie auch auf die Tatkraft von Menschen, die diese Sache für Dirmingen mittragen wollen.