Die Derminga Weihnachtsgeschichte 2014

Es war wohl noch viele Jahrhunderte vor dem Jahre des Herrn 1281, als Menschen keltischer Abstammung wieder einmal, wie früher üblich, auf der Flucht waren. Großgewachsene, hühnenhafte Mannen, schöne Weiber mit wallenden roten und gelben Haaren, Kinder, Greise, Kühe und Schweine, Hunde und Katzen.

Stern von DirmingenHeimatlos, hungrig und durstig, die Füße schmerzend und blutend von der langen Wanderschaft. So suchten Sie eine neue Heimat, das gelobte Land. In Legenden Diermanges, Dirmendingen, Doermund benannt und von Sängern besungen. Jedoch nur Legenden die besungen wurden. Wo es lag war unbestimmt und nur in Ihren kühnsten Träumen konnten die Menschen schleierhaft den Zusammenfluss von zwei Bächen, inmitten von Tälern und Hügeln erkennen. Wo es lag vermochte niemand zu sagen. So zogen Sie los um das heilige Land zu suchen. Katholische Christen, Heiden, Krieger, Bauern, Knechte und Mägde. Viele Jahre waren Sie unterwegs und glaubten schon, die Hoffnung sei hoffnungslos. Da erschien am nächtlichen Himmel ein heller Stern im Südwesten des Firmaments. Er leuchtete heller, als alles was die Wanderer je erblicket haben. Dort, ja dort musste es sein, das gelobte Land. Nur ein Stern vermochte den Weg in eine wunderbare Zukunft zu zeigen.

So sei es gewesen, dass die Suchenden dann Findende wurden. Nach schweren Jahren, gar Jahrzehnten der Entbehrung, fanden Sie den in Liedern besungen Ort am Zusammenfluss von Illbach und Alsbach. Egal ob Diermanges, Dirmendingen, Doermund, es sollte Ihre neue Heimat werden…und so geschah es. Ein Reichtum an Wasser, an Feldern und Wäldern, an Wiesen und Früchten. Das Paradies, der Garten Eden. So ließen Sie sich nieder und befolgten die Worte des weisen Mannes aus der Bibel: “Gehet DA hin und mehret eucht”. Und Sie mehrten sich und mehrten sich und wurden Anno 1281 erstmalig urkundlich erwähnt. Es kamen gute Jahre und Diermanges wuchs zu einem kleinen Bauerndorf empor. Eine christliche Kirche wurde in der Dorfmitte erbauet. Eine einfache Kirche, kein Pomp, kein Reichtum. Es gab fast keine Heiden mehr, denn die Inquisition im Mittelalter hatte strenge Regeln…und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein. Also lieber konvertiert als tot. Aus Diermanges, Dirmendingen, Doermund wurde langsam “Dirmingen”.

So zogen die Jahre dann in das Land und im Osten des Landes brach eine Revoulution aus. Der Anstifter war ein gewisser Martin Luther, ein Mönch und Gelehrter. Er spaltete den Glauben und somit die Menschen. Das wollte er nicht, aber es ist so gekommen. Die Landesherren folgten dem einen christlichen Glauben, die anderen folgten dem anderen christlichen Glauben. Und das untertänige Volk v(f)olgte dem Landesherrn. So zogen die einen von der Oberpfalz nach Dirmingen, die anderen von Dirmingen in die Oberpfalz. Dirmingen wurde evangelisch, genau wie der Landesherr. Also war das gelobte Land nun nur noch für die Evangelischen gelobet und die katholische Kirche in der Dorfmitte wurde evangelisch. Für den angebeten Gott war es egal, denn er machte keinen Unterschied…nur die Menschen machten den Unterschied. In den späteren Jahren wurde Dirmingen dann von evangelischen und katholischen Christen bevölkert. Der Eine sollte mit dem Anderen nicht und der Andere sollte mit dem Einen nicht. Die Blokepp und die Kreizkepp, trennten Kirchen und trennten Schulen. Alles wurde doppelt gebaut. Schulen und Kirchen. Das einst gelobte Land war ein geteiltes Land, hieß aber noch Dirmingen.

Gott zürnte und schickte Kriege, Not, Entbeerung, wie einst in Sodom und Gomorra. Jedoch der Mensch vermochte nicht zu lernen. Aber Gott schickte auch die Evolution und die Entwicklung von Gehirnmasse und so lernten die Menschen die letzten Jahrzehnte umzudenken. Der Stern, der einst die Vorväter nach Dirmingen geführt hatte, leuchte größer und stärker als je zuvor, als die beiden Volkschulen zur gemeinsamen Grundschule zusammengelegt wurden. Die Kirchen blieben aber noch getrennt, was aber wohl nicht in Dirmingen zu verantworten ist, sondern von höherer Stelle im Vatikan oder in Düsseldorf. Das Volk folgte nicht mehr bedingungslos, sondern hatte von Martin Luther gelernt, egal ob evangelisch oder katholischer Konfession. Die Menschen aus dem gelobten Land wurden Reveluzzer, waren und sind aufmüpfig, lassen sich nicht mehr von der Obrigkeit vorführen und fehlleiten. Die große Spalte wuchs wieder zusammen und alle Wunden die schmerzhaft aufgerissen wurden, sind verheilt. Der Stern von Dirmingen hat alle zusammengeführt.

So pflegen die Derminga Bürger heute ein gutes Miteinander. Es werden zünftige Feste gefeiert, so wie einst die Kelten und Gallier, unsere Vorfahren. Wir leben das Christentum…und willst Du nicht mein Bruder sein, bekommst Du trotzdem Brot und Wein. Es lebt sich gut am Zusammenfluss von Illbach und Alsbach und die Täler und Hügeln sind noch genau so schön, wie vor dem Jahre 1281. Es sei den Vorvätern gedankt, dass Sie den Weg in das gelobte Land vor vielen hundert Jahren gesucht und gefunden haben. Und wenn wir nicht gestorben sind, dann leben und feiern wir noch heute…

Eine kleine, satirische Weihnachtsgeschichte von H.W. Guthörl, geschrieben am 11.12.2014.

Frohe Weihnachten !

 

 

 

Alessio Greco belegt Platz 3 beim Supertalent

Es war ein ganz toller Erfolg für Alessio Greco aus Dirmingen. Er belegte mit dem Song “Auf anderen Wegen” von Andreas Bourani den Platz 3 beim Supertalent 2015. In seinem Heimatort Dirmingen sind alle mächtig stolz auf den Sechzehnjährigen und seine Leistung.

Offizielle Autogrammkarte von Alessio Greco

Offizielle Autogrammkarte von Alessio Greco

Dieter Bohlen katapultierte Alessio Greco im Oktober mit dem goldenen Buzzer vom Casting direkt in das Finale der RTL Supertalent-Show. Nun war es am 12. Dezember soweit und das Finale stand an. In Dirmingen, dem Heimatort von Alessio, wurden Vorbereitungen für ein Public Viewing in der Borrwieshalle getroffen. Ausrichter waren die Ortsräte von Dirmingen und Illingen, wo die Eltern von Alessio die Pizzeria  “Don Camillo” betreiben. Die Borrwieshalle in Dirmingen wurde dekoriert und eine Großleinwand wurde aufgebaut. Leider füllte sich die Halle nicht so wie gewünscht, jedoch waren die gekommenen Fans von Alessio gut drauf. Mit Spannung verfolgten die Besucher das Event und drückten natürlich für Alessio die Daumen und auch die Tasten der Handy’s. Es wurde aber auch klar, dass sein stärkster Konkurrent Jay Oh war, der sich dann den ersten Platz sichern konnte.

Den dritten Platz sicherte sich Alessio mit dem Lied “Auf anderen Wegen” von Andreas Bourani. Mit seinem tollen Vortrag brachte er Bruce Darnell zum weinen. Auch Dieter Bohlen sagte: “Er ist jung, sieht gut aus und hat eine Hammer Stimme. Wenn wir es mit Ihm nicht versuchen, mit wem sollen wir dann noch irgendwas versuchen”. Dirmingen möchte Alessio Greco zu diesem Wahnsinnserfolg gratulieren und wir alle wünschen dem jungen Mann weiterhin viel Erfolg. Mit dieser super Stimme und musikalischen Begabung werden wir wohl noch weiterhin einiges von Alessio hören.

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