Dirminger Feuerwehr startet mit 19 Einsätzen ins Jahr 2016

Es war ein ruhiger Start im Jahr 2016 für die Bürger unseres beschaulichen Ortes Dirmingen. Nicht jedoch für die Feuerwehrkameraden von Dirmingen. Innerhalb der letzten sechs Wochen arbeiteten Sie 19 Einsätze ab.

Retten-Bergen-Löschen-SchützenWenn der Funkmeldeempfänger piept und die Sirene heult, heißt es auf und los. Egal ob Mittags um 13:00 Uhr oder Nachts um 01:30 Uhr. Jeder Feuerwehrmann-/frau weiß, das jemand in Not geraten ist….und das oft Eile geboten ist. Hinter jedem noch so anscheinend kleinen Alarm kann etwas Großes verborgen sein. Besondere Eile ist geboten, wenn der Melder schreibt “VU (Verkehrsunfall) mit eingeklemmten Personen” oder ” Brandalarm mit Menschenrettung”. Hier gilt es keine Zeit zu verlieren. Innerhalb kurzer Zeit treffen die Wehrleute im Gerätehaus ein, ziehen sich um und besetzen die Fahrzeuge. Bei einem Brandalarm rüstet sich der Angriffstrupp schon im Fahrzeug aus. Das Atemschutzgerät wird während der Fahrt angelegt. Rettungsleine, Funkgerät und Beleuchtungsgerät gegriffen. Die Kameraden helfen dem Angriffstrupp beim Anziehen während der Fahrt, so dass der Trupp sofort vor Ort einsatzbereit ist. Einsatzbereit für einen Innenangriff in verrauchte Räume oder brennende Wohnungen und Häuser.

Feuerwehr StatistikDer Gruppen- oder Zugführer, gerade noch vor wenigen Minuten im Tiefschlaf, trifft die ersten Entscheidungen und macht Rückmeldung an die Leitstelle Saar. Oft dauert es nur zwei Minuten nach dem Ausrücken aus dem Gerätehaus, bis die Einsatzstelle erreicht ist. Der Gruppen- oder Zugführer erkundet die Lage, befragt kurz Anwesende…Sind noch Menschen oder Tiere im Gebäude ? Wo brennt es ? Hat man Zugang ? Gibt es verletzte Personen ? Die Mannschaft hat derweil die Wasserversorgung aufgebaut. Jetzt heißt es: “Angriffstrupp zur Menschen- oder Tierrettung ins 1. Obergeschoss vor”. Der Angriffstrupp verschwindet im verrauchten Treppenhaus. Der Rettungstrupp, ebenfalls ausgerüstet mit Atemschutz, steht vor dem Eingang bereit. Sollte der Angriffstrupp in Not geraten, ist es seine Aufgabe die Kameraden aus dem Gefahrenbereich heraus zu bringen. Alle Trupps führen einen C-Schlauch mit sich, der immer mit Wasser gefüllt sein muss. Dafür sorgt der Maschinist. Wasser, dieses herrliche Element, ist neben dem Atemschutz, die Versicherung, dass die Kameraden erfolgreich sind und auch wieder sicher das Haus verlassen können.

DSC00407Feuer ist schwarz, lieber Bürger. Sicher nicht als Grillfeuer, wenn der leckere Schwenkbraten auf dem Rost liegt, oder wenn wir am Lagerfeuer sitzen und uns herrlichen Gerstensaft zuführen. Dort spendet das Feuer Wärme und Licht. Wehe aber beim Brand im Gebäude. Unvollkommene Verbrennung, Verbrennung von Kunststoffen oder behandelten Holz. Temperaturen, die den Angriffstrupp nicht in die Knie, aber auf die Knie zwingen, denn nur unten in Fußbodennähe ist die Hitze vielleicht noch erträglich. Mit dem Sprühstrahl versucht der Trupp die Brandgase und die Hitze etwas nieder zu schlagen. Sehen tun Sie kaum was. Es brennt, aber alles ist dunkel. Der Schlauch ist die Lebensversicherung, denn der führt, wenn man die Orientierung verloren hat, immer in’s Freie. Der Trupp im Innenangriff verlässt den Schlauch nie. Während der Angriff im Inneren läuft, wird draußen am Gebäude die Drehleiter in Stellung gebracht, um mit Ihr einen zweiten Rettung- bzw. Angriffsweg zu schaffen. Das alles geschieht, nach der Alarmierung, in weniger als 12-15 Minuten.

RettungDer Einsatzleiter, ein freiwilliger Ehrenamtler, muss innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen, wofür andere im Land, einen Arbeitskreis oder einen Ausschuss gründen würden. Dafür haben wir Feuerwehrleute keine Zeit, denn unsere in Not geratene “Kunden” haben auch keine Zeit, denn Ihr Leben steht auf dem Spiel. Aus diesem Grund sind fundierte Ausbildungen notwendig und wichtig. Die Mitbürger im Dorf bekommen nur die Alarme mit, nicht aber die tausenden Stunden an Übungen und Ausbildungen, die notwendig sind, um schlagkräftig Hilfe leisten zu können. Feuerwehr ist für uns kein Beruf, aber eine Berufung. Unseren Lebensunterhalt verdienen wir mit Arbeit in der freien Wirtschaft. Feuerwehr ist unser Hobby, unsere Einstellung. Unser Teil am Funktionieren der Gesellschaft.

Engagierte FeuerwehrleuteIst der Einsatz vorbei, rücken wir in’s Gerätehaus ein und machen die Fahrzeuge wieder Einsatzbereit. Es gibt noch eine Nachbesprechung. Was war gut, was war vielleicht nicht so gut. Was können wir noch optimieren und verbessern ? Unser Engagement hinterlässt aber auch Spuren und Opfer. Opfer sind unsere Familien, also unsere Kinder und Frauen, oder Eltern. Wenn der Funkmeldeempfänger geht, werden die Prioritäten anders gesetzt. Der geplante Kinobesuch oder das Familienessen fällt flach, der wichtige Elternabend oder der runde Geburtstag beugt sich dem Ruf der Sirene. Aber wir Feuerwehrleute haben Glück, denn unsere Familien stehen felsenfest hinter uns, denn Sie wissen, dass wir zum Einsatz fahren um anderen Menschen zu helfen.

Wir brauchen DichDer demografische Wandel hinterlässt aber auch seine Spuren. Wir haben in Dirmingen noch das Glück engagierten Nachwuchs zu haben. Aber auch das ist mit viel Arbeit verbunden. Jugendarbeit bindet viel Zeit. Wir würden uns sehr freuen DICH als Kameraden- oder Kameradin bei uns begrüßen zu dürfen. Komm doch einfach mal bei einer Übung vorbei und schau Dir an, was wir so tun. Die Übungstermine findest Du im Amtsblatt, oder auf der Internetseite der Feuerwehr Eppelborn. Auf der Internetseite findest Du auch alle Ansprechpartner. Feuerwehr…wir sind keine Helden, wir sind Menschen mit Herz und Verstand. Bis demnächst…Wir freuen uns auf Dich.

Brandsicherheitswachen – ein leidiges Thema

Die Feuerwehren, als Institution der Gemeinden und Städten, leisten auf Anordnung der Verwaltung, Brandsicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen. Diese Brandsicherheitswachen werden zum Schutz der Veranstaltungsbesucher und der vor Ort tätigen Helfer, wie Akteure und Servicekräfte, durchgeführt.

RLBSDiese Brandsicherheitswachen werden angeordnet. Nicht der Löschbezirksführer der örtlichen Feuerwehr legt die Brandsicherheitswachen fest, sondern muss nur dafür Sorge tragen, dass diese mit Wehrleuten und Fahrzeugen nach Vorgabe besetzt werden. Auch legt der Löschbezirksführer den Umfang solcher Brandsicherheitswachen nicht fest. Das macht die Verwaltung im ein vernehmen mit dem Wehrführer einer Gemeinde oder Stadt. Immer wieder werden dabei vor Ort tätige Brandsicherheitswachen angesprochen, ob das denn notwendig wäre und ob der Umfang in dieser Form notwendig wäre. Dies ist eindeutig zu bejahen. Hier geht es um den Schutz von Menschen, Tieren und Sachwerten, also eine Aufgabe der Institution Feuerwehr. Die Verantwortung für eine Veranstaltung liegt beim Ausrichter selbst. Er steht in der Verantwortung und Haftung, wenn etwas passiert. Dies ist vielen Veranstaltern nicht bewusst.

Die Feuerwehren machen diese Brandsicherheitswachen nicht aus Spaß an der Freude, oder gar um den Veranstalter zu ärgern. Veranstaltungen wachsen mit den Jahren. Erst wird klein begonnen und es ist keine Brandsicherheitswache notwendig. Dann kommen jedes Jahr mehr Besucher und auch die Brandlasten wachsen. Die Ämter haben dann die Pflicht Brandsicherheitswachen an zu ordnen. Diese kosten natürlich auch Geld und belasten das Budget der Veranstalter. Das ist natürlich ein Ärgernis für die Veranstalter und schafft Unmut, für den die freiwillig tätigen Feuerwehrleute nichts können. Der Schutz der Bürger geht vor. Da darf es auch keine Diskussion geben. Die Brandsicherheitswachen werden mit einer Führungskraft und mehreren Feuerwehrleuten besetzt. Die Führungskraft ist im Schadensfall vor Ort Einsatzleiter. Er gibt Anweisungen, meldet an die Leitstelle und fordert im Einsatzfall weitere Einsatzkräfte an. Die Führungskraft ist Wachhabender und weist den Veranstalter auf Mängel hin, z.B. wenn ein Notausgang verstellt ist, oder Feuerlöscher fehlen. Der Veranstalter hat hier dann Abhilfe zu schaffen.

Es gab schon Fälle, da wurden Veranstaltungen wegen gravierender Mängel im Brandschutz abgesagt. Der Wachhabende der Feuerwehr macht vor Beginn einer Veranstaltung eine Begehung der Örtlichkeit. Stellt er gravierende Mängel fest, ist es seine Pflicht den Veranstalter darauf hinzuweisen. Gravierende Mängel können z.B. leicht entflammbare Dekorationen oder fest zugebaute Notausgänge sein. Weigert sich der Veranstalter diese Mängel noch vor der Veranstaltung zu beseitigen, wird sich der Wachhabende der Feuerwehr, der Amtshilfe durch die Polizei bedienen. Diese hat das Recht eine Veranstaltung abzusagen. Da man in einem Dorf als Bürger sich untereinander kennt, führt das zwangsläufig zu Streitigkeiten. Genau das muss nicht sein. Man holt die Feuerwehr frühzeitig in’s Boot und bespricht das Vorhaben, so dass es am Tag der Veranstaltung zu keinen größeren Schwierigkeiten kommen kann. Kleine Mängel sind oft leicht, mit wenig Aufwand abgestellt. Bei gravierenden Mängel sieht das leider anders aus.

Brandsicherheitswachen dienen zum Schutz von Menschen, Tieren und Sachwerten im Schadensfall. Als Verantwortlicher Ausrichter einer Veranstaltung sollte einem die Sicherheit von Gästen, Besuchern und Veranstaltunghelfern am Herzen liegen.